meister_2014_2015Begonnen hat die Geschichte des ›Juventas Crew Alpha e. V.‹ mit dem Jugendclub ›Alpha‹ im Potsdamer Stadtteil Schlaatz und ein bisschen Fußballspielen in der Freizeitliga. »Es lief gleich alles sehr gut«, erzählt Steffen Heise, damals Sozialarbeiter im Jugendclub und jetzt Vorstandsmitglied und sportlicher Leiter des Vereins. »Wir wurden schnell Kreis-, Vize-Kreismeister, Staffelsieger und Hallenmeister. Im Mai 2010 haben wir dann beschlossen, den nächsten Schritt zu gehen und einen Verein zu gründen.« Doch aller Anfang ist schwer. »Wir hatten überhaupt keine Ahnung, wie man so was organisiert. Wir haben uns alles angelesen und bei vielen Leuten nachgefragt.« Seitdem hält die Erfolgsstory des Vereins an. Inzwischen gibt es vier Männermannschaften, die in verschiedenen Ligen des Fußballkreises Havelland spielen. Die Mitgliederzahl liegt bei 240 – Tendenz steigend. Vor allem für die Jugend macht sich die ›Juventas Crew‹ stark. Deshalb werden die Männer durch eine Jugendabteilung mit je einer Mannschaft in den Altersklassen B- und E-Junioren sowie einer Minikicker-Mannschaft ergänzt. Daneben gibt es noch eine Abteilung Bowling mit drei Mannschaften und eine Abteilung Volleyball mit einer Mannschaft. Der Großteil der Arbeit wird von Ehrenamtlichen geleistet, denn das Geld ist knapp. »Unsere Trainer haben natürlich eine Lizenz«, sagt Heise. »Und unsere Jugendtrainer mussten alle ein Führungszeugnis vorlegen und eine Kinderschutzerklärung unterschreiben. Das ist uns wichtig, bevor wir jemanden auf die Jugendlichen ›los lassen‹.«

juventas Ein großer Schwerpunkt des Vereins ist die Jugend- und Integrationsarbeit. Seit mehreren Jahren betreut er ein Sport- und Fußballprojekt mit dem Asylbewerberheim auf dem Schlaatz. »Die Idee, so etwas mit den Flüchtlingskindern des Heims zu machen, entstand 2013. Wir sind direkt auf sie zugegangen, und das wurde gleich sehr gut angenommen. Jetzt haben wir eine altersübergreifende Kindergruppe aus rund zehn bis fünfzehn Kids, die zwischen sechs und fünfzehn Jahre alt sind.« Die jungen Kicker sind unterschiedlichster Nationalität. Sie sind aus Tschetschenien, Afghanistan, Syrien, Bosnien, Irak und Indien. »Denen macht das total viel Spaß. Manche konnten anfangs kein Wort Deutsch, jetzt kauen sie einem manchmal schon ein Ohr ab«, lacht Heise.
Der Verein engagiert sich nicht nur sportlich für den Stadtteil. Am 3. Januar lädt er beispielsweise von 16 bis 20 Uhr zu einem Neujahrsempfang im ›Bürgerhaus‹ Schlaatz. »Wir organisieren auch Feste, denn wir versuchen, den Leuten immer möglichst viel zu bieten.« Um noch mehr machen zu können, wird jetzt auf einen Vereinsbus gespart. »Damit könnten wir die Ausstattung für Veranstaltungen transportieren.« Und natürlich zu Sportevents fahren. Etwa zum ›Havellandmeister‹, einem Turnier, das der Verein selbst ins Leben gerufen hat. »Hier spielen alle Herbstmeister des Kreises, zehn Mannschaften, gegeneinander. Das hat es so noch nicht gegeben.« Der Showdown findet am 6. Februar in der Heinrich-Mann-Allee statt. Ein weiteres Beispiel für die Arbeit des Vereins ist das Beachvolleyballfeld am ›Bürgerhaus‹. »Früher haben hier Hunde reingemacht, überall lagen Glasscherben rum«, so Heise. Durch die ›Juventas Crew‹ ist hieraus jetzt eine intakte Fläche geworden, die von einer Hecke umgeben ist und auf der regelmäßig Turniere stattfinden.

›Juventas Crew Alpha‹ trainiert auf der Spielstätte des SC Potsdam im Kirchsteigfeld und auf dem Kahleberg. Der Verein finanziert sich zum Großteil über Spenden. Am 16. Januar nimmt er an den 21. ›Hallenmasters‹ in der Potsdamer MBS-Arena teil.

www.jc-alpha.de

 

Kommentare sind geschlossen.