coconut-heroMike (Alex Ozerov) lebt in einem kanadischen Holzfällerstädtchen ohne Abwechslung und Perspektive. Der Jugendliche hat keine Freunde, sein Vater hat die Familie verlassen und seine ignorante Mutter Cynthia (Krista Bridges) ist hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt. Sie hat wenig Verständnis für die komischen Marotten ihres Sohnes, die sich unter anderem darin äußern, dass er seiner als trostlos empfundenen Existenz unbedingt ein Ende setzen will. Dafür gibt Mike sogar eine Traueranzeige in der Zeitung auf. Die Selbstmordtat misslingt allerdings zu seinem Bedauern. Umso erfreuter ist Mike, als er erfährt, dass er an einem Gehirntumor leidet. Voller Erwartung blickt er nun dem Tod entgegen und verweigert sich einer Operation. Heimlich zimmert er sich sogar seinen eigenen Sarg zusammen. Doch dann begegnet er der charmanten und ein wenig ausgeflippten Miranda (Bea Santos), und plötzlich beginnt er seinem Leben doch noch etwas abzugewinnen. ›Coconut Hero‹ erinnert mit seinem lakonischen Humor zuweilen an ›Harold and Maude‹. Doch die Coming-of-Age-Geschichte ist weniger schwarzhumorig und nicht ganz so abgedreht. Der Witz liegt eher in den nachvollziehbaren tragikomischen Momenten eines real wirkenden Lebens. Regisseur Florian Cossen hat diesen warmherzigen Film bis in die letzte Nebenrolle sehr gut besetzt. Das perfekte Gespür für die Inszenierung und die hervorragenden Schauspieler machen ›Coconut Hero‹ vom Anfang bis zum Ende sehenswert.

 

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