mcbethSchottland im 11. Jahrhundert. Macbeth (Michael Fassbender), ein mutiger Feldherr und treuer Vasall des schottischen Königs Duncan (David Thewlis), ist als Heerführer beliebt und verfügt eigentlich über genug Ruhm und Ansehen, doch das reicht seiner Frau Lady Macbeth (Marion Cotillard) nicht. Durch Weissagungen von Hexen ermutigt, drängt sie ihn, König Duncan zu beseitigen, um seinen Platz einzunehmen. Macbeth ermordet den König und besteigt selbst den Thron. Um seine Tat zu vertuschen, begeht er immer mehr Morde und schreckt auch nicht davor zurück, seine besten Freunde und Kampfgefährten umbringen zu lassen. Überall wittert er Verrat. Geplagt von wahnhaften Schuldgefühlen, verstricken er und seine Frau sich immer mehr in Lügen und Wahnsinn. Der mittlerweile tyrannische Herrscher hinterlässt ein Blutbad und bricht einen Bürgerkrieg vom Zaun.
Erneut hat sich ein Regisseur an eine Verfilmung des Shakespeare-Dramas gewagt. Dabei macht Justin Kurzel nicht den Fehler, Meisterwerken wie Roman Polanskis ›Macbeth‹ nacheifern zu wollen. Er findet eigene Interpretationen. Es wird in Shakespeare-Versen gesprochen, actionreiche und blutrünstige Schlachten wechseln sich mit epischen Naturaufnahmen ab. Der opulent ausgestattete Film atmet Geheimnis und Düsternis. Es wird einiges an Wissen um Shakespeares Stoff vorausgesetzt. Wer sich aber darauf einlässt, kann einen spannenden Film mit hervorragenden Schauspielern genießen.

 

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