daemonenAuch wenn ich hier EPs eher versuche zu meiden, an ›8Kids‹ komme ich in diesem Monat nicht vorbei. Die drei Darmstädter, bestehend aus den Sängern und Gitarristen Jonas und Hans und der britischen Schlagzeugerin Emma, gründeten sich Mitte 2015 und sind bereits jetzt schon mit einem mir förmlich die Sprache verschlagenden fünf Songs umfassenden Tonträger am Start. Musikalisch sehr dicht am EmoCore, verblüffen die ›8Kids‹ als Gitarrenversion von meinem hochgeschätzten Musiker Caspar. Geht nicht? Doch absolut, ganz krass zu hören bei zum Beispiel ›Dämonen‹. Aber die ›8Kids‹ sind trotz allem viel mehr als das. Sie wirken echt, die Texte berühren und sind authentisch. Ihre Geschichten erzählen von Verzweiflung und Hilflosigkeit, sind trotzdem voller Hoffnung und Leidenschaft, voller Melancholie, Tristesse und Liebe – kurzum: genau das, was gute und relevante Musik schon immer ausmachte.
Wer eruptionale Musik mit viel sympathischem Pathos, vielen Emotionen, mit musikalischen Achterbahnfahrten und sich im Refrain vor Emotionen überschlagenden Stimmen mag, der ist hier genau richtig. Fünf Songs, die gemacht sind für tiefe dunkle Nächte.

 

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