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Foto: Paula Breithaupt

Wer mit Augenproblemen in die Augenarztpraxis am Luisenplatz kommt, der wird ganzheitlich auch zu anderen Krankheiten und Symptomen befragt. Was kann man so herausfinden?
Wenn die Patienten Beschwerden am Auge haben, kann auch eine andere internistische Erkrankung dahinterstecken. Deswegen frage ich immer nach Medikation, Vorerkrankungen und familiärer Disposition. Wenn beispielsweise multiple Allergien, Magen-Darm- oder Schilddrüsenprobleme vorliegen, gehe ich, wenn es gewünscht wird, in der weiteren Diagnostik ganzheitlich kinesiologisch und labordiagnostisch heran. Oft liegt das Problem im Immunsystem und muss dann zusätzlich orthomolekular mitbehandelt werden.

Wenn ein Bluthochdruck-Patient zu Ihnen zur Kontrolle kommt, schauen Sie auf ganz bestimmte Parameter am Auge. Was kann denn so ein Bluthochdruck am Auge bewirken?
Für den Fall, dass man Blutdruckschwankungen hat, können Veränderungen in den Gefäßen auftreten, die man sehr gut erkennen kann. Gefäße werden sklerotisch, steifer, zeigen Kreuzungszeichen, und es kann zu Blutungen kommen. Diese krankhaften Gefäße sind nicht nur im Auge, sondern sind immer ein Spiegelbild der Gefäße im ganzen Körper.

Das kann man alles am Auge sehen?
Beim Bluthochdruck und Diabetes mellitus beurteilt man den Gefäßstatus im Auge. Wenn man hier Veränderungen feststellt, kann man davon ausgehen, dass in anderen Organen auch schon Veränderungen vorhanden sind. Dann muss man beispielsweise beim Hausarzt ein Blutbild machen lassen, um den Gerinnungs- oder Fettsäurestatus zu bestimmen. Zusätzlich sollte immer eine 24-Stunden-Blutdruckmessung, eine Echokardiografie sowie eine Sonografie der Halsgefäße veranlasst werden. Gegebenenfalls sollte eine medikamentöse Einstellung durch den Hausarzt erfolgen.

Was sind denn Krankheiten am Auge, mit denen Patienten oft kommen?
Es kommen sehr viele Patienten jedes Alters mit Kopfschmerzen oder trockenen Augen zu mir. Zum Beispiel gibt es kompensierte Weitsichtigkeiten oder ein Schielen, was lange kompensiert werden konnte. Das betrifft oft Patienten, die schon in der Kindheit eine Brille getragen haben, diese jedoch später nicht mehr brauchten. Ab einem gewissen Alter schafft dann aber die Linse den Ausgleich nicht mehr. Die Patienten empfinden eine sehr schnelle Ermüdung, mit brennenden Augen und Kopfschmerzen. Sie selbst bemerken diese Weitsichtigkeit nicht, weil die Linse das zum gewissen Grad noch ausgleicht. Oft macht sich die Sehschwäche im Dämmerlicht bemerkbar.

Die ›Augenarzt-Praxis am Luisenplatz‹ von Dr. med. Juliana Hänsgen vereint modernste diagnostische Technologien mit einer umfassenden, individuellen Beratung und Betreuung augenärztlicher Erkrankungen. Patienten, die in die Sprechstunde kommen, erhalten zunächst eine umfassende Grunduntersuchung. Mit einem speziellen Gerät wird ein Foto der Netzhaut gemacht (in enger Pupille), der Augendruck und die Hornhautdicke gemessen, und mittels Autorefraktometer wird sich ein grober Überblick über die Refraktion des Auges verschafft. Das Foto der Netzhaut hat den Sinn, spätere eventuelle Veränderungen besser vergleichen zu können. Beispielsweise werden Patienten vom ihrem Hausarzt in die Augenarzt-Praxis überiesen, um bei diabetischen Vorerkrankungen oder Bluthochdruck zu erfahren, ob es Netzhaut und Gefäßveränderungen gibt. In diesem Fall ist eine fotografische Dokumentation der Netzhaut für den weiteren Verlauf der Erkrankung sinnvoll.

 

›Augenarzt-Praxis am Luisenplatz‹ Potsdam
Dr. med. Juliana Hänsgen
Luisenplatz 1, 14471 Potsdam, (0331) 231 81 717,
info@augen-luise.de, www.augen-luise.de

 

Sprechzeiten: Montag und Mittwoch 8–12 und 16–20 Uhr
Dienstag und Donnerstag nach Vereinbarung
Freitag 10–17 Uhr

 

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