birdpen-omv-front-cover-webSie werden es vielleicht mitbekommen haben: Brexit. Die ländliche Bevölkerung eines Landes hat sich verführen lassen und als zeigbares Ergebnis einer angst- und hasserfüllten Kampagne dafür gesorgt, dass die jüngeren Städter Großbritanniens vor euphemistisch gesprochen großen Herausforderungen steht. Oder wie es der eine oder andere Brite direkt sagt: »We’re fucked«. Nun, in Deutschland ist es zum Glück noch nicht ganz so weit, auch wenn hier, insbesondere in den Regionen, in denen man sich  teilweise nach gestrigen und vorgestrigen Zeiten sehnt, eine Gefahr für Populisten da ist. Was dieser Abschweif mit Musik zu tun hat? Nun, die beiden Briten von ›BirdPen‹ hatten schon 2015 so ihre Vorahnungen und verarbeiteten diese in ihrem neuen Elektropopalbum. ›O Mighty Vision‹ heißt dieses und behandelt eine allgemeine Kritik an leeren und falschen Politikversprechungen. Zugute halten kann man den beiden: Sie haben sich mit einem Thema auseinandergesetzt, was bislang viel zu wenig Beachtung in der Kunst findet. Allerdings ist ihre Kritik sehr pauschal. Es sind dann gleich wieder alle Politiker und das System korrupt, machtgeil etc. Hierzulande ist diese generelle Absage an die Politik (noch) unverständlich, eben weil noch der ganze große Knall fehlt – hoffen wir, dass es auch so bleibt.

 

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