cover_milliardenObwohl deutlich rockiger und zuweilen sogar punkig, zumindest aber weniger angepasst als ›AnnenMayKantereit‹, machen sich beide ›Milliarden‹-Mitglieder – Ben und Johannes – auf, um den Kontrapunkt zu gerade genannter Band zu bilden. Natürlich sind die beiden anders, aber das muss auch so sein. Trotzdem kommt man als geneigter Rezensent zu ähnlichen Vergleichen. Nicht nur textlich, sondern auch musikalisch. Natürlich auf einer anderen Metaebene! Doch auch hier begegnen uns die hochgeschätzten und verehrten ›Ton Steine Scherben‹, bzw. Rio oder ›Joy Division‹. Aber irgendwie auch Jan Plewka bzw. Selig ist dabei. Ja, das geht – ehrlich!
Alles geht hier irgendwie nach vorne, selbst die introvertierten Songs haben Drive. Schön das ›Liebeslieder‹ nicht immer in dicken fetten Gefühlsschmalz ertränkt werden müssen. ›Im Bett verhungern‹ ist jedenfalls ein großartiger Popsong und ein tolles Liebeslied! Und was wären ›Milliarden‹ ohne einen ›Milliardär‹-Song. Hier treffen Wortwitz, ein bisschen Gesellschaftsanalyse und Spaß aufeinander. Doch schon bei ›Bleib hier‹ wird es deutlich schwerer und pathetischer. Trotzdem beweisen die Jungs auch in diesem Rahmen Humor. Alles in allem tatsächlich sehr erfrischend und lohnenswert.
Und wenn die so weitermachen, dann lass ich mir zum ersten Mal in meinem Leben auch einen Schnauzer stehen!

 

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