a0095785674_10›Russian Circles‹ sind mittlerweile eine Institution. Sie besetzen mit ihrem Sound eine Lücke zwischen zwei Genres und haben es sich darin so gemütlich gemacht, dass auch nichts anderes vorstellbar ist als genau die Musik, die sie machen. ›Guidance‹, ihr aktuelles Album, ist da keine Ausnahme. Es klingt wie eh und je, und es ist gut, wie eh und je. Das Besondere am Trio: Sie spielen rein instrumentalen Rock. Da dieser oft von der Stimme und dem Charisma eines Sängers lebt, müssen ›Russian Circles‹ also entweder eher mittelmäßig sein oder ein ganz besonderes etwas haben – natürlich trifft letzteres zu. ›Russian Circles‹ haben den Groove. Sie haben ein Zusammenspiel aus Bass, Schlagzeug und Gitarre perfektioniert, das seinesgleichen sucht. Stetige Tempowechsel, Lautstärkeänderungen oder treibende Rhythmen sind das Mittel der Band. Innerhalb von Sekundenbruchteilen können Stücke orkanartig ihre Richtung drehen und anstatt als Rückenwind brachial von vorn stürmen. Jeder der drei Mitglieder tut an seiner Stelle das Richtige, damit sein Instrument auch genau zu einem Drittel mitbestimmend ist. Zwar ist auch ›Guidance‹, wie schon ›Empros‹ oder ›Geneva‹, einfach nur »mehr vom Gleichen«, aber bei der Qualität, die hier abgeliefert wird, ist das trotzdem kein Makel, denn es ist »mehr vom Guten«.

 

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