Tatjana Dolls großformatige Bilder setzen sich mit Phänomenen der Massenkultur auseinander. Zu den Motiven ihrer Werke gehören Hochgeschwindigkeitszüge, Container, Waffen, Überweisungsformulare oder Straßenschilder. Aber auch Hauptwerke der Kunstgeschichte macht sich Doll zu eigen. Der Ausgangspunkt für den malerischen Prozess sind nicht die Dinge selbst, vielmehr geht die Künstlerin von fotografischen Abbildungen aus, die sie in realistischer Weise mit Lackfarben in wandgroße Formate umsetzt. Die Eigenschaft von Lackfarbe, unkontrolliert zu fließen, Pfützen, Blasen und Trübungen zu bilden, bezieht die Künstlerin über eine rohe, direkte und zügige Malweise in die Gestaltung ein. Für ihre provokanten Bilder erhielt sie in diesem Jahr den Hannah-Höch-Förderpreis für den Bereich Malerei. Bis 24. April 2017.

Berlinische Galerie
Mo 10–18 Uhr, Mi–So 10–18 Uhr
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

 

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