Bald hat die Landeshauptstadt ein neues Sport- und Freizeitbad: das blu auf dem Brauhausberg. Vor der offiziellen Eröffnung findet am 31. Mai von 10 bis 17 Uhr schon mal ein öffentlicher Probebadetag statt. Dann wird getestet, was vorher buchstäblich nur auf dem Trockenen geübt wurde: von der Wasserrutsche bis zum Kassensystem. Auch die Gäste werden befragt, was eventuell verbesserungswürdig ist. friedrich sprach vorab mit Ute Sello, der Geschäftsführerin der Bäderlandschaft Potsdam, über das blu.

Frau Sello, welche Highlights erwartet die Potsdamer in ihrem neuen Schwimmbad?
Sportlern steht jetzt eine brandneue, allen aktuellen Standards entsprechende Sportschwimmhalle mit zehn 50-Meter-Bahnen und großer Tribüne für 400 Zuschauer zur Verfügung.
Generell lassen sich im Variobecken verschiedene Wassertiefen einstellen, sodass sämtliche Nutzer hier schwimmen können: von der Mama beim Baby-Schwimmen über den Rentner bei der Aqua-Fitness bis hin zum Wassersportler. Ein Spass- oder Erlebnisbad haben sich die Potsdamer ja schon lange gewünscht. Das haben wir jetzt mit dem Familienbad. Hier gibt es das große Becken mit diversen Attraktionen wie Strömungskanal, Slackline und Kletterwand. Und natürlich die Rutschen. Die Breitrutsche, wo jeder einfach so rutschen kann, und unsere Röhrenrutsche. Dort sitzt man auf Einer- oder Zweier-Bob-Reifen. Zu den Features gehört, dass sich unterschiedliche Programme einstellen lassen. Für Familien mit Kleinkindern haben wir den Kinderplanschbereich. Hier sind Kleinspielgeräte wie Minirutsche oder Wasserkäfer zu finden. Im Sommer kann zudem die große Liegewiese mit den ganzen Kletter- und Spielgeräten genutzt werden.
Im zweiten Obergeschoss befindet sich die Saunaanlage mit Außenbereich und Dachgarten. Hier gibt es unter anderem eine Event- und hölzerne Kelosauna. Auch die Sicht auf die Stadt ist von da oben herrlich. Eine der Innensaunen hat beispielsweise ein riesiges Panorama-Fenster, aus dem man in Richtung Havel schaut.

Werden Sie sich selbst auch privat im blu vergnügen? In welchem Bereich trifft man Sie dann am ehesten an?
Das werde ich bestimmt. Kleine Kinder habe ich zwar im Moment nicht, aber rutschen geht immer. Und als Mitarbeiter weiht man ja sowieso die Rutschen ein und probiert alles aus. Ansonsten gehe ich privat eigentlich lieber im See schwimmen. Aber in der Sauna könnte man mir öfter begegnen.

Sie haben schon in anderen Städten wie Halle (Saale) Spaßbäder geleitet. Ist das blu überregional betrachtet etwas Besonderes?
Also, Schwimmhallen in dieser Größe werden nicht ständig gebaut. Ohnehin werden zur Zeit selten neue Bäder gebaut. Insofern ist das schon ein Knaller für die Region. Und dadurch, dass wir jetzt eröffnen, haben wir natürlich auch die neuesten, attraktivsten Angebote.

Haben Sie den gesamten Bauprozess des blu begleitet?
Ja, und es ist auch das Beste, was man machen kann, den Betreiber von Anfang an ›im Boot‹ zu haben. Denn der weiß am besten, was dem Kunden gefällt. Die Planer können nicht so detailliert wissen, was gerade Trend ist, wie unsere Mitarbeiter. So konnten wir auch die betrieblichen Abläufe bei der Planung des Gebäudes optimieren. Etwa bei den Rutschen. Da mussten wir uns entscheiden, was wir bauen wollen, was den Gästen Spaß macht. Also sind wir vorher durch die Republik gereist und haben uns verschiedene Rutschen-Paradiese angesehen. Dann haben wir entschieden, was am besten zum blu passt.

Haben Sie denn die ganzen Rutschen anderswo auch ausprobiert?
Ja, klar. Wir haben probiert, was am meisten Spaß macht, wer sich was traut, zu welcher Altersklasse was passt …

Das scheint ja eine sehr angenehme Seite Ihres Berufs zu sein …
(lacht) Ja, ab und an haben wir auch Spaß bei der Arbeit.

www.blu-potsdam.de

 

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