Schon die Fünf-Track-EP im Frühjahr 2016 ließ mich aufhorchen und einen begeisterten Rezensionstext schreiben. Nun, ein Jahr später, legen die drei Darmstädter also das Ganze auf Albumlänge vor. Endlich! Und dazu mit dreizehn gänzlich frischen Songs. Nach wie vor ist die Musik von den 8kids krachig, explosiv und emotional. Oder wie sie selbst es nennen: »laute Popmusik«.
Die Stimme bricht, Gitarren bauen sich langsam auf und explodieren eruptiv in einem Moshpit aus brechenden Gitarrenwänden, sich wild in die Schädeldecke hämmernden Drums, während sich die Stimme im hochemotionalen Screaming überschlägt.
Was mich natürlich besonders erfreut, ist die Tatsache, dass Jonas und Hans sich für Texte in deutscher Sprache entschieden haben. Diese sind schön bildlich gehalten und laden dazu ein, selbst sinnhaft zu interpretieren. Also wirklich hörens- und lesenswert. Und sie schaffen es, mich als geneigten Hörer in den Bann zu ziehen und auch mal genau hinzulauschen. Oder wie die Band selbst sagt (und ich es nicht passender ausdrücken könnte): »Melancholie und Tristesse brechen sich an Liebe und Hoffnung. Nur keine Angst vor großen Emotionen. Die Emotionen sind schließlich größer als die Angst.«
Ach ja, auch schön und nicht oft so: An den unheimlich druckvollen Drums sitzt mit Emma McLellan eine durchaus beeindruckend aufspielende Dame.

 

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