Als Chris Hufenbach 2007 vom Mecklenburgischen Darß nach Berlin zog, ahnte er nicht, dass sich ausgerechnet in der Hauptstadt sein großer Traum erfüllen würde. Er hatte bereits zweimal versucht, eine Surf- und Segelschule zu eröffnen. Und ausgerechnet in Berlin, weit weg vom Meer, sollte es schließlich klappen. Mit seinem Freund Ralf Dietrich machte er sich zunächst mit einem Verleih für führerscheinfreie Motorboote selbstständig, die sie auf dem Gelände der heutigen Surfschule vermieteten. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch einen anderen Besitzer, für den sie anfänglich als Ausbilder arbeiteten. Doch bald stand für Chris Hufenbach und Ralf Dietrich fest, dass sie erst die Surfschule und dann auch die Bootsfahrschule übernehmen möchten.
Inzwischen haben die beiden das Gelände mit viel Herzblut umgebaut. Selbst die Imbissbude ›Die Borke‹ wurde komplett neu gestaltet. Das Essen ist hausgemacht und die Getränkeauswahl groß. Wer hierher kommt, den packen schnell Urlaubsgefühle. Die gemütlichen Liegestühle und der einzigartige Blick auf den Müggelsee entschleunigen. Auch der kleine Hafen, von dem aus mit Katamaran, Segel- oder Motorboot ins Wasser gestochen wird, ist Teil der Surf- und Segelschule. Und der Spot gilt noch immer als kleiner Geheimtipp, denn von der Straße aus lässt sich nicht erahnen, was für ein Idyll auf Wassersportler und Besucher wartet.
Besonders für Surfanfänger eignet sich der Müggelsee. Die Kurse finden an den Wochenenden statt, in den Ferien sogar täglich. »Das kann wirklich jeder lernen«, erklärt Hufenbach. »Unsere Anfänger sind im Schnitt zwischen 8 und 60 Jahre alt. Mein ältester Schüler war 78.« Einzige Bedingung für ganz junge Surfanfänger ist, dass sie mindestens 30 Kilo wiegen. Das Equipment kann man sich vor Ort ausleihen oder selbst mitbringen. »Uns ist wichtig, dass unsere Boards und Segel auf dem aktuellen Stand sind. Nichts ist älter als zwei Jahre«, so Hufenbach. »Darum kommen auch fortgeschrittene Surfer regelmäßig hierher. Und ich übertreibe nicht, wenn ich sage, dass man bei uns den schönsten Sonnenuntergang der Stadt erleben kann.«
Wie vielerorts zählt auch am Müggelsee das Stand-Up-Paddling zu den beliebtesten Wassersportarten. »Es ist tatsächlich einmalig, weil man im Stehen einen ganz anderen Blick auf den See oder die vielen Kanäle hat«, schwärmt Chris Hufenbach.
Die Bootsführerschein-Kurse finden einmal monatlich statt, ebenso die Prüfungen. Außerdem kann man sowohl Segel- und Katamarane mieten. »Unsere Kursteilnehmer erhalten die Garantie, dass sie ihren Schein dann bekommen, wenn sie wirklich soweit sind. Auch wenn es einen Tag länger dauert, bleiben die Kosten gleich«, so Hufenbach.
Zu erreichen ist die Surf- und Segelschule am Fürstenwalder Damm 838 per Auto oder Tram.

www.alle-an-deck.de

 

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