Windräder auf der Zauche, Foto: Bodo Rudolph

Dass das Land Brandenburg trotz fehlender landschaftlicher »Blockbuster« wie Gebirge und Täler einiges zu bieten hat, ist inzwischen nichts Neues mehr. Allein der Westen Brandenburgs lohnt einen, oder besser gesagt: mehrere Ausflüge. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, welche Ziele sich dabei besonders anbieten, kann seit Kurzem zu dem Bildband ›Von den Havelseen bis in den Hohen Fläming‹ greifen. Denn dort wird in faszinierenden Luftaufnahmen und lebendigen Detailfotos ein »Streifzug durch den Landkreis Potsdam-Mittelmark« unternommen.

Die Sabinchenstadt Treuenbrietzen, Foto: Dirk Fröhlich

Immer wieder sehens- und erlebenswert ist Kloster Lehnin. Die ehemalige Zisterzienserabtei wurde im Jahr 1180 von Markgraf Otto I. gegründet. Dieses älteste Kloster der Mark Brandenburg diente einst den Askaniern und Hohenzollern als Hauskloster und Grablege. Ein Gang durch die Anlage, die im Zuge der Reformation säkularisiert wurde und dann allmählich verfiel, hält viele Hingucker bereit – sei es der Blick über die Klosterdächer, ins Innere der Klosterkirche oder auf den alten Kornspeicher. Ein architektonisches Kleinod des Mittelalters stellt auch der Ort Treuenbrietzen mit seinem historischen Stadtkern dar. Bei einem gemütlichen Spaziergang lassen sich wunderbar bauliche Schmuckstücke wie das Heimatmuseum, die Kirchen Sankt Marien und Sankt Nikolai sowie der Wasser- und Pulverturm erkunden. Mit dem Gildenhaus befindet sich zudem eines der ältesten Fachwerkhäuser des Landes Brandenburg in Treuenbrietzen.
Neben vielen weiteren mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten wie Burg Ziesar, Burg Rabenstein oder Burg Eisenhardt besticht Potsdam-Mittelmark durch seine Parkanlagen und seine malerischen Landschaften. In Reckahn beispielsweise empfiehlt es sich, nach dem Besuch des Rochow-Museums durch den Schlosspark Reckahn zu flanieren. Er wurde 1730 als barocke Gartenanlage konzipiert und ist drei Hektar groß. Den später entstandenen Landschaftsgarten nach englischem Vorbild stellte man in den 1990er Jahren wieder her. Daneben lassen sich unzählige traumhafte Ausblicke genießen, etwa vom Aussichtsturm auf den Götzer Bergen auf die Havellandschaft oder über den Rietzer See. Und wie reizvoll sogar ein von Windrad-Silhouetten geprägter Landstrich im Licht der untergehenden Sonne sein kann, ist an der Zauche zu erleben.

 

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