Als Sabine Geiger vor 20 Jahren nach Berlin kam, dachte sie nicht mal im Traum daran, einen eigenen Laden zu eröffnen. Dass sie jedoch ein Faible für die schönen Dinge des Lebens hat, wusste die gebürtige Stuttgarterin nicht erst auf der Kunsthochschule Weißensee, wo sie damals Textil- und Flächendesign studierte. Denn bereits viel früher entdeckte sie ihre Leidenschaft für Muster, Farben und Papier: Schon immer stöberte sie gern in Papeterien, wo sie mit sicherem Spürsinn stets das Besondere entdeckte.
Bald fiel Geiger auf, dass in ihrem Heimatkiez am Prenzlauer Berg ein Geschäft fehlte, in dem es außergewöhnliches »Büromaterial« wie edles Papier oder ästhetische Schreibgeräte gab. Also wagte sie schließlich den großen Schritt und kaufte 2015 ein Ladengeschäft in der Schliemannstraße. Mit ihm verwirklicht sie seitdem ihre kreativen Visionen. Dazu gehört die sorgfältig ausgewählte Ware. Das feine bunte Geschenkpapier und die hübschen Grußkarten kosten zwar etwas mehr, sind dafür aber garantiert ein Hingucker. »Das war die Idee für den Laden: dass Kunden bei mir fündig werden, die nach einem speziellen Geschenk suchen«, erzählt Geiger. »Ich verkaufe beispielsweise Naturseifen aus Marseille, die unvergleichlich duften. Aber auch schöne Vasen, Bilder, extravagante Füllfederhalter und Druckbleistifte habe ich im Sortiment.« Hat man das richtige Präsent entdeckt, hilft Geiger gern, noch das passende Geschenkpapier auszuwählen.
Oft langweilige Gebrauchsgegenstände bestechen im ›Present & Paper‹ ebenfalls durch ihre ansehnlichen Formen und Farben. Etwa die Büro-Tacker. »Auf die bin ich irgendwann im Netz gestoßen und habe so lange danach recherchiert, bis ich herausgefunden hatte, dass sie von einem kleinen italienischen Familienunternehmen hergestellt werden«, so Geiger. »Ich musste sie natürlich sofort bestellen.«
Geigers Geschäftskonzept geht aber nicht nur aufgrund der ausgesuchten Artikel auf, sondern auch wegen der sympathischen Ladenbesitzerin selbst. Im ›Present & Paper‹ wird ständig ein- und ausgegangen. Dort ist immer Zeit für ein Gespräch und für den Austausch mit den Besuchern. »Die Nachbarn sind toll«, strahlt Geiger. »Sie schauen regelmäßig rein, winken mir durch die Scheibe zu oder bringen mir selbstgemachte Marmelade.« Zum Erfolg trägt zudem die Jack Russell-Hündin der Wahlberlinerin bei. Sie sorgt dafür, dass sämtliche Passanten stehen bleiben.
Auch in Zukunft freut sich Sabine Geiger darauf, für ihre Kunden die nicht alltäglichen Dinge des täglichen Lebens einzufangen.

www.presentandpaper.com

 

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