Hach, was hatte ich mich schon im Frühjahr auf dieses Album gefreut! Aber weil sich Erik ausgerechnet einen Finger brach und nicht mehr live spielen konnte, mussten ich mich bis jetzt gedulden. Ich hätte vor ›Prag‹ zwar nicht gedacht, dass ich diesen Satz jemals schreiben werde, aber es ist wirklich schade, dass Frau Nora Tschirner nicht mehr auf ›Es war nicht so gemeint‹ mitmusiziert und singt. Obwohl aber mit Josephin Busch durchaus ein adäquater Ersatz gefunden wurde.
Auch auf ihrem dritten Album bauen Songschreiber Erik Lautenschläger und Arrangeur Tom Krimi ihre musikalische Sonderstellung in der deutschen Musikszene aus. Ganz entfernt könnte man vielleicht gefühlt noch eine Linie zu ›Die höchste Eisenbahn‹ ziehen, aber durch den grandiosen Einsatz und das auch diesmal wirklich genial durch Tom Krimi arrangierte Orchester, sind und bleiben Prag einmalig.
Auch wenn man sich über die Jahre schon ein wenig an den besonderen Sound dieser Band gewöhnt haben mag, die nach wie vor bittersüß gesungenen und vor Melancholie strotzenden Texte sind jede Sekunde des Lauschens wert! Besonders wenn man noch Freude daran hat, in moderner Popmusik überraschend andere Instrumente, die man eigentlich nur in der Klassik erwartet, zu entdecken.
Nachdem ich also schon die ersten beiden Alben hier in den höchsten Tönen gelobhudelt habe, muss ich mich nochmals wiederholen.

 

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