Kaum ein Monat vergeht in diesem Jahr, in dem nicht eine neue Platte von meiner Berliner Lieblingsplattenfirma Bakraufarfita Records im Briefkasten steckt. Und was soll ich sagen – jede Postsendung ist ein Treffer!
Unglaublich, was die Jungs immer wieder für tolle Bands raushauen. Okay – Punkrocker muss man schon sein, um das alles zu mögen. Aber wenn, dann kann man mit nahezu jeder Band dieser Firma glücklich werden. So zum Beispiel auch mit dem neuem Album der Jungs von ›Inwiefern‹. Die fünf Burschen kommen aus Strausberg (ja, bis dorthin fährt die S-Bahn) und haben eine Vorliebe für schnellen, dreiminütigen Punkrock und ein Händchen für eingängige Melodien. Alles im allem also allerfeinste Punkrockzutaten. Textlich geht es (Gott sei Dank) entspannt um das Arschloch Liebe (hahaha), um Bushaltestellen, Palmen, Luftgitarren, Hopfengetränke, Hipster und Social-Media. Und natürlich um Punkrock. Aber eben mit Spaß an der Musik und der gewissen Coolheit in den Texten. Oder wie Bakraufarfita so treffend schreibt: »Wer klischeehafte Deutschpunk-Parolen, austauschbaren Indie-Emo-Punk oder Deutschrock-Einheitsbrei sucht, wird hiermit sicher nicht glücklich.« Für mich die richtige Platte, um dem bescheidenen diesjährigen Sommer doch noch einen gütigen Ausklang zu geben.

 

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