Anna Napp, Hengst, Gips, 2013, Foto: Kay Zimmermann
Holzfigur von Ulf Schüler

Kunst zum Dabeisein, Mitmachen und Zuschauen präsentiert der Kleinmachnower Kunstverein ›Die Brücke‹ vom 10. bis zum 16. September. Im Rahmen der 7. ›Kunstwoche‹ werden im und um das Landarbeiterhaus Kleinmachnow wieder vier Künstler eine Woche lang »öffentlich arbeiten«. In diesem Jahr ist beispielsweise Marion Angulanza zu erleben. Sie hat die Hochschule der Künste Bremen absolviert und verbindet akribisch gezeichnete Natur -und Landschaftsszenen mit überraschenden Infragestellungen der Realität. Bettina Lüdicke stammt aus Darmstadt, hat unter anderem an der Universität der Künste in Berlin studiert und schafft raumgreifende abstrakte Draht- und Textilskulpturen. Anna Martha Napp wiederum kommt aus der klassischen Bildhauerschule der Burg Giebichenstein Kunsthochschule in Halle (Saale). Sie lebt in Mecklenburg und ist erschafft realistische Klein- und Großplastiken. Und der Potsdamer Bildhauer Ulf Schüler ist mit seinen surreal-ironischen Holzskulpturen vertreten.
Die vier Gäste des Kunstvereins werden am 10. September ihre Ausstellung im Landarbeiterhaus eröffen. Vom 11. bis 15. September sind sie dann täglich von 11 bis 18 Uhr vor Ort und stehen Interessierten für Gespräche zur Verfügung. Nach der Kunstwoche sind die entstandenen Arbeiten noch bis zum 1. Oktober 2017 als Ausstellung im Landarbeiterhaus zu sehen.
Ein wichtiger Bestandteil der ›Kunstwoche‹ sind Führungen von Schülern aus den umliegenden Schulen wie dem Weinberg-Gymnasium oder die Maxim Gorki Gesamtschule in Kleinmachnow. »Wir arbeiten eng mit den Kunstlehrern der hiesigen Schulen zusammen«, erklärt Rainer Ehrt, Künstler und Vorstandsmitglied des Kunstvereins. »Das ist ›lebendiger Kunstunterricht‹ und bringt den jungen Menschen ganz viel. Denn wenn man den Künstlern über die Schultern kucken kann, lässt sich der Arbeitsprozess anschaulich nachvollziehen.« Bis zu zwölf Führungen führt Ehrt in der ›Kunstwoche‹ durch. »Das ist harte Arbeit, aber es lohnt sich auf alle Fälle«, sagt er lachend. Ziel des Kunstvereins ist es, die Zusammenarbeit mit den Schulen in Zukunft noch auszuweiten. »Die ästhetische Bildung ist dort ein echtes Defizit geworden«, so Rainer Ehrt. »Und wir merken, dass die Schüler durch die Besuche bei uns wirklich ein gutes Auge für Kunst bekommen.«
Am 16. September ab 18 Uhr findet zum Abschluss der ›Kunstwoche‹ das traditionelle Künstlerfest statt, das zusammen mit dem Partnerverein ›KultRaum‹ gestaltet wird. Der ›KultRaum‹, der sich der Kleinkunst verschrieben hat, möchte Menschen aus Kleinmachnow, Teltow und Stahnsdorf ein kulturelles Zuhause geben. Beim Künstlerfest tritt in diesem Jahr der Kabarettist und Musiker Michael Krebs.

7. Kleinmachnower Kunstwoche
Landarbeiterhaus Kleinmachnow
Zehlendorfer Damm 200, 14532 Kleinmachnow
10. bis 16. September
www.bruecke-kleinmachnow.de/kunstwoche-im-september

 

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