Da liest man sich nun tagein tagaus durch die interessantesten Bücher diverser Bestsellerlisten, nur um festzustellen, dass der neuentdeckte Autor seines derzeitigen Lieblingsbuches nicht nur schon mehrere Bücher geschrieben hat, sondern sogar das Vorgänger-Buch (›Sörensen hat Angst‹ – das laut diverser Rezensionen im World Wide Web ebenso toll sein soll) gerade mit einem seiner Lieblingsschauspieler (Bjarne Mädel) verfilmt wird. Was dem Ganzen dann die Krone aufsetzt: der Autor Sven Stricker lebt sogar hier in Potsdam. Aber wahrscheinlich bin ich auch der Einzige, der das noch nicht mitbekommen hatte.
Aber egal, mit ›Mensch, Rüdiger!‹ hat mich Herr Stricker sehr begeistert. Die erste Hauptfigur Rüdiger ist verheiratet, hat zwei Kinder und einen ungeliebten Job als Lehrer. An seinem vierzigsten Geburtstag merkt er, dass er sein Leben so nicht mehr erträgt. Ähnlich geht es der zweiten Hauptfigur Tom, ein gescheiterter Schriftsteller der sein Leben mit einem Supermarkt-Job finanziert. Beide Protagonisten lernen sich bei einem recht halbherzigen Versuch, von einer Brücke zu springen, kennen. Nach einigem hin und her beschließen sie, sich noch fünf Tage Zeit zu nehmen, um ihr Leben wieder lebenswert zu machen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gewinnt ihr Vorhaben mit fortschreitender Seitenzahl immer mehr an Fahrt. Ein teils skurrile, aber immer sympathische und irgendwie trotz der Überzeichnung der Charaktere lebensechte Geschichte, die mich (sehr) oft laut lachen ließ.

 

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