Foto: K. Wartenberg

»Bücher lesen heißt, wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben, über die Sterne.« So hat es der deutsche Schriftsteller Jean Paul vor über 200 Jahren treffend formuliert. Aber was ist, wenn man nicht richtig lesen kann? Dann bleiben einem diese Bücherwelten verschlossen. Sicherlich würden man dann auch nicht gern und nicht oft lesen wollen. So geht es über sieben Millionen Erwachsenen und rund 16 Prozent der Schüler in Deutschland, die nicht ausreichend lesen können. Viele von ihnen können sich nicht vorstellen, wie viel Spaß es machen kann, sich mit Büchern in andere Welten versetzen zu lassen.
Bücher in Einfacher Sprache können leseschwachen Menschen dabei helfen, die Freude beim Lesen zu entdecken. »Einfache Sprache« bedeutet, dass die Wörter und Sätze kurz und verständlich sind. Fremdwörter und Abkürzungen werden möglichst vermieden. Dadurch sind die Texte leicht lesbar, sodass auch leseschwache Menschen sie verstehen können. Über 40 Bücher, darunter Bestseller wie ›Tschick‹ oder ›Das Rosie-Projekt‹, hat der ›Spaß am Lesen Verlag‹ bereits veröffentlicht, der lediglich Bücher in Einfacher Sprache herausgibt. Fast alle diese Bücher können in der Stadt- und Landesbibliothek ausgeliehen werden. Dafür gibt es ein eigenes Regal mit Büchern in Einfacher Sprache.
Eine Lesung vom Buch ›Das Rosie-Projekt‹ in Einfacher Sprache findet am 17. November von 16 bis 17:30 Uhr im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages in der Stadt- und Landesbibliothek statt. Studierende der Fachhochschule Clara Hoffbauer Potsdam lesen Auszüge aus dem australischen Bestseller vor. Er handelt von Don, einem Wissenschaftler, der auf der Suche nach der idealen Frau ist. Der Eintritt ist frei.

Mehr Infos zu Büchern in Einfacher Sprache und zu Lesetrainings gibt es im Grundbildungszentrum an der Volkshochschule im Bildungsforum bei Katrin Wartenberg unter T (0331) 289 45 74.

 

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