Seit 2013 wurde die literarische Arbeit des Schriftstellers aus Nigeria zunehmend bekannt. Sein erster Roman spielt im Norden Nigerias, in einer Zeit, in der die Terrormiliz Boko Haram beginnt, die Region zu kontrollieren. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des Jugendlichen Dantala. Sein Name stammt aus dem Hausa, der Sprache des Nordens, und bedeutet »An einem Dienstag geboren«. Als Kind schickt ihn sein Vater in die Koranschule, in der er schnell und geschickt die arabischen Verse lernt. Doch als die Schulgebühren ausbleiben, landet der Junge unter dem »Baobab«, dem Straßenkinderquartier der Stadt. Das raue, brutale Leben prägt den Protagonisten, doch er verliert nicht seine Verbundenheit und das Mitgefühl zu seiner Umgebung. Nach den gewalttätigen Auseinandersetzungen vor den Wahlen beschließt er, seine Mutter zu besuchen. Auf seiner Reise begegnet er in einer Moschee in Sokoto einem Imam, der ihn freiherzig aufnimmt und einlädt, in der Gemeinde zu arbeiten, ohne Bedingungen daran zu knüpfen. Das ist neu für Dantala, der bisher Strenge und Schläge gewohnt war, für den »Allahs Wille« bisher auch Überfälle und Mord rechtfertigte. In der Obhut des Imams lernt er eine neue, spirituelle Seite des Islam kennen, die Gewalt, Rivalität und Verlust sowie Weisheit, Schönheit und Zusammenhalt gegenüberstellt. Durch seine Vielschichtigkeit zeigt der Roman die Konflikte im Norden Nigerias von 2003 bis heute in einem Licht, das nicht allein die Religion verantwortlich macht.

 

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