Das Regattahaus am Templiner See, erbaut 1925

Die Naturschönheit Potsdams – einer Insel inmitten der Havelseenkette – verzauberte einst die preußischen Könige. So wurde Potsdam neben Berlin zur zweiten Residenz und die wald- und seenreiche Natur um faszinierende Schlösser- und Parkanlagen ergänzt. Es entstand eine Kulturlandschaft mit weitreichenden Sichtachsen über Seen und Flüsse, auf Schlösser und Gärten. Bis zu ihrer Zerstörung im April 1945 besaß die einstige Residenzstadt ein historisch gewachsenes und durchkomponiertes Stadtgefüge, in dem sich Architektur und Natur bereicherten. Diesem »Gesamtkunstwerk« widmet sich der von dem Potsdamer Gestalter Peter Rogge herausgegebene Potsdam-Kalender für 2018. Er präsentiert unter dem Titel ›Potsdam im Grünen‹ eine Auswahl an historischen Fotografien vom Ende des 19. und Beginn des 20. Jahrhunderts. Neben Altbekanntem finden sich auch überraschende und wenig bekannte Ansichten von Potsdam. So ist beispielsweise die Aufnahme der Engelsquelle das bislang einzig bekannte Fotodokument, das in diesem Kalender erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Ein Blickfang ist auch das Regattahaus am Templiner See. Es wurde 1925 in nur sieben Wochen Bauzeit nach Plänen des Architekten Reinhold Mohr als Ausflugslokal errichtet und ist eines der wenigen Bauwerke des Expressionismus in Potsdam. Wegen seiner auffälligen, märchenhaften Fenster hieß das Haus im Volksmund auch »Feenpalast«. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Anlage zu einem beliebten Ausflugsziel und wurde mehrfach erweitert und umgebaut. So entstand 1932 am Ufer ein Musikpavillon. Auch gab es einen Biergarten für 3400 Gäste.
Der Potsdam-Kalender für 2018 ist in ausgewählten Potsdamer Buchhandlungen wie dem ›Internationalen Buch‹ sowie im Museumsshop des Potsdam Museums erhältlich.

www.potsdamkalender.de

 

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