Anlässlich des 100. Todestages von Auguste Rodin (1840–1917) zeigt die Alte Nationalgalerie eine Sonderausstellung, in deren Zentrum die bisher weniger beachtete Bronzestatue ›Der Mensch und sein Genius‹ steht. Die um 1896 entstandene Figurengruppe stellt einen Mann dar, dem sich ein kleiner weiblicher Genius mit Schwingen entzieht. Die Kleinplastik ist eng mit dem Werk zweier bedeutender Literaten verknüpft. Zum einen mit Rainer Maria Rilke, der mit seinen Schriften großen Anteil an der Popularisierung Rodins in Deutschland hatte und konkret zu dieser Bronze das Gedicht ›Nike‹ schrieb. Zum anderen Hugo von Hofmannsthal, der 1900 auf seiner Paris-Reise in Rodins Atelier den Gipsentwurf fand und dessen Bronzeabguss umgehend in Auftrag gab. Dieser stand 20 Jahre auf Hofmannsthals Schreibtisch, um ihn zu inspirieren. Vernissage am 17. November. Bis 18. März.

Alte Nationalgalerie
Di–So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr
Bodestraße 1–3
10178 Berlin

 

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