Russische Erdgasmilliardäre, deutsche Softwaregiganten, österreichische Brausebosse, arabische Großinvestoren – das sogenannte Mäzenatentum hat sich mittlerweile fest im weltweiten professionellen Fußballsport etabliert und lenkt diesen in eine Richtung, die nicht überall auf Gegenliebe stößt und manch eingefleischten Anhänger der Jagd nach dem runden Leder ins aktive Abseits befördert. Beim traditionellen Fußballfan geht die Angst um vor dem fremdbestimmten Klub aus der Retorte, dessen offizielles Maskottchen doch eigentlich der Goldesel sein könnte. Wo bleiben da die Interessen des kleinen Mannes? Genau an diesem Punkt setzt die in Berlin gegründete ›Sportallianz e. V.‹ an, die sich nichts weniger auf die Fanfahnen geschrieben hat, als den Vereinssport zu revolutionieren. Und wie soll das funktionieren? Ganz einfach! Mit einem Verein, der von vielen begleitet, getragen und bestimmt wird – komplett ohne Investoren. Ein Verein des Volkes, bei dem der Jahresbeitrag für Mitglieder (5,55 Euro) einen gefühlten Bruchteil der heutigen Eintrittspreise für ein Bundesligaspiel darstellt. Ein Verein, der es ablehnt, von seinen Fans 90 Euro für ein Trikot zu verlangen und 222.000.000 Euro Ablöse für einen Spieler auf den Tisch zu legen. Ein Verein, der tolerant und weltoffen agiert und seine Kraft in die Jugendarbeit und in die Entwicklung von Leistungszentren steckt. Ein Verein, der die modernen Möglichkeiten der Social Media und des Networkings ausschöpft und mit dem sich jeder identifizieren kann. Ein Verein, der von Beginn an mit einem höheren Budget und besseren Ressourcen in den Bereichen Merchandise und Sponsoring ausgestattet ist als viele Amateurklubs. Ein Verein, der zu einer Weltmarke aufsteigen soll. Ja, und warum tut man das alles? Noch einfacher! Um zu beweisen, dass es auch ohne Mäzene und Investoren klappt.

Am 15. Oktober 2017 fiel der Startschuss für die Mitgliedergewinnung, die sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt hat: Innerhalb eines Jahres soll der mitgliederstärkste Sportverein der Welt – der FC Bayern München mit seinen fast 285.000 Mitgliedern – in ebendieser Kategorie überflügelt werden. Darüber hinaus ist anvisiert, spätestens im 2030 in der Bundesliga mitzumischen und ein Jahrzehnt später die beste Nachwuchsförderung der Welt aufzubieten. Gesucht sind also erstmal rund 300.000 Begeisterte, die einen Verein auf demokratischen Weg bis zur Weltspitze tragen möchten. Das Spiel läuft.

www.sportallianz.de

 

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