Und ja, kaum ein Monat vergeht ohne ein neues Highlight aus dem Hause meiner Berliner Lieblingsplattenfirma Bakraufarfita Records. Und auch wenn der Chef persönlich zeitgleich mit seiner Band ›Frau Mansmann‹ ein Album raushaut, muss ich mich doch für Huelse aus gleichem Hause entscheiden (Sorry Bönx). Denn die vier jungen Männer aus irgendeinem Kaff in der Weite Hessens hatten mich bereits, bevor die erste Hälfte des ersten Songs vorbei war. Bene, Jan, Niklas und Fabian liefern hier leidenschaftlich gespielten Punkrock (oder Postpunk – oder was auch immer man heutzutage dazu sagen mag) mit lohnenswerten bis überzeugenden deutschsprachigen Texten ab. Und vor allem versprühen die vier Jungs diese gewisse Energie, die noch viel für die Zukunft erhoffen lässt. Das Album hat zwar produktionstechnisch sicher noch Luft nach oben, aber das macht die hörbare Energie und Leidenschaft mehr als wett. Thematisch dreht sich vieles um das Leben Anfang zwanzig, egal ob in der Provinz oder einer Stadt. Manchmal melancholisch, auch mal wütend, oft resümierend und auch hier und da spröde und etwas kryptisch. Unterm Strich ist ›Im Kreis gedreht und jetzt im Krieg‹ mit seinen sechs hitverdächtigen Songs die (fast) perfekte Punkrock-Platte!

 

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