2018 bringt, wie jedes Jahr, einige Veränderungen von Gesetzen, Regelungen und Verordnungen mit sich. friedrich informiert über ein paar Dinge, die ab dem 1. Januar anders sind.

Unangemeldete Prüfung ab Januar 2018
Betriebe mit Bargeldgeschäften müssen ab 2018 damit rechnen, dass die Finanzämter ohne Ankündigung während des Geschäftsbetriebes eine Kassennachschau vollziehen. Bis zu diesem Zeitpunkt, jedoch auch danach, sollten Betriebe ihre steuerliche Kassenführung auf Vordermann gebracht haben. Diese Änderung beruht auf dem Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen. Dieses sorgte bereits dafür, dass Betriebe mit Registrierkassen 2017 auf elektronische Kassen aufrüsten mussten.

Mutterschutz
Ab dem 1. Januar 2018 tritt das neue Mutterschaftsgesetz in Kraft. Es wird künftig auch auf Schülerinnen, Studentinnen und Praktikantinnen ausgeweitet. Dabei gelten eine sechswöchige Schutzfrist vor der Geburt sowie ein achtwöchiges Beschäftigungsverbot nach der Entbindung. Bei der Geburt eines behinderten Kindes steht der Mutter nach der Geburt eine zwölfwöchige Arbeitsbefreiung zu. Ausnahmen sind aber ebenfalls zulässig, wenn betroffene Mütter das möchten. Dadurch wird das Beschäftigungsverbot gelockert. Es soll keine Arbeitsverbote mehr gegen den Willen der Schwangeren geben.

Kindergeld
Beim Kindergeld gibt es ab 1. Januar 2018 gleich zwei Neuerungen.
Zum einen wird das monatliche Kindergeld um zwei Euro angehoben. Folglich gibt es für die ersten beiden Kinder jeweils 194 Euro pro Monat, beim dritten Kind sind es 200 Euro und bei jedem weiteren Kind 225 Euro.
Zum anderen tritt eine gravierende Änderung hinsichtlich der rückwirkenden Beantragung und Auszahlung des Kindergeldes ein. Bis zum 31.12.2017 war dies noch für das laufende Kalenderjahr sowie vier weitere Jahre möglich. Mit Inkrafttreten der Änderungen zum 01.01.2018 wird zur Vermeidung von Missbrauch das Kindergeld allerdings nur noch für sechs Kalendermonate vor der Antragstellung gezahlt.

Beiträge sinken
Mehr Geld bleibt Versicherungsnehmern der gesetzlichen Krankenversicherung. Der Zusatzbeitrag der Kassenpatienten wird zum 1. Januar 2018 von 1,1 auf 1,0 Prozent des Bruttolohns gesenkt. Im Gegensatz zum festen Beitragssatz von 14,6 Prozent, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte teilen, müssen die Versicherungsnehmer für die Zusatzbeiträge selbst aufkommen. Die gut gefüllte Rentenkasse wirkt sich darüber hinaus auf die Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung aus. Zum 1. Januar 2018 sinken die Beiträge von 18,7 auf 18,6 Prozent.

Andreas Jurisch
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht
Streitbörger Speckmann PartGmbB, Potsdam
Tel: 0331/27561-11
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