Zwischen Schulaufgaben und Geburtstagsfeiern wollen Melchior Gabor, Moritz Stiefel und Wendla Bergmann endlich die Welt entdecken. Ihre leidenschaftliche Neugier wird von allen Seiten eingeschränkt. Die Sehnsucht nach verbotenem Wissen treibt die Kinder an, die gerade Jugendliche werden und eigentlich schon Erwachsene sein wollen. Doch gleichzeitig ist da noch der Druck von den Eltern und Lehrern, den Ansprüchen zu genügen, versetzt zu werden und am besten zu bleiben, wie sie sind: unschuldig. Für Wendla heißt Unschuld vor allem Unwissenheit. Gemeinsam träumen und planen sie eine schönere Zukunft. Überall lauern jedoch Gefahren und Fallstricke, die essentiell sind, und so wächst aus jugendlichem Übermut, Begehren und dem Streben nach Fantasien bald eine lebensbedrohliche Realität heran, die alle vor neue Fragen stellen wird und deren Notwendigkeit lieber niemand erfahren hätte. Nach seiner Erstverlegung 1891 geriet das Stück von Frank Wedekind in die Kritik, später wurde es zensiert und letztlich sogar verboten. Es thematisiere die Pubertät zu obszön, hieß es. Doch heutzutage gilt das Drama als Klassiker der Jugendkultur und ist mehrfach für die Bühne und das Fernsehen adaptiert worden. Regisseurin Samia Chancrin stellt sich mit einem jungen Ensemble den Wünschen und Abgründen der Jugend Wedekinds.

5. Januar um 18 Uhr
Neue Bühne Senftenberg
www.theater-senftenberg.de

 

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