Er war Zirkuspionier und Politiker: Phineas Taylor Barnum (1810–1891). Nachdem er zunächst arbeitslos geworden ist, hat Barnum eine brillante Geschäftsidee: Er gründet mit seiner Frau Charity ein Kuriositätenkabinett, eine damals schockierende Freakshow, für die er eine bärtige Frau, einen kleinwüchsigen und einen extrem adipösen Mann engagiert. Kurz: Er macht den Voyeurismus der Menschen zu Geld. Der Film ›Greatest Showman‹ zeichnet Leben und Wirken von P. T. Barnum nach, der dabei von Hugh Jackman verkörpert wird. Das opulent ausgestattete Musical weckt schnell Assoziationen zu ›Big Brother‹, ›DSDS‹ und ›Dschungelcamp‹, denn es illustriert deutlich den zu allen Zeiten vorhandenen Hunger des »Pöbels« nach Sensationen. Nur die Formate haben sich im Laufe der Jahrhunderte geändert: von den Zirkusarenen der Römer bis zum Flatscreen-TV im heimischen Wohnzimmer unserer Tage.
›Greatest Showman‹ bietet virtuose choreografische Gesangs- und Tanznummern – auch wenn manche Songs in ihrer Beliebigkeit so klingen, als hätten sie es nicht zur Take-That-Singleauskopplung geschafft. Insgesamt ist der Film ein irrwitziges Spektakel, das vor allem durch das Allroundtalent Hugh Jackmans besticht, der hier agiert, singt und tanzt. Und das so gekonnt, dass er oft allen anderen Beteiligten die Schau stiehlt. Für das beginnende Kinojahr 2018 heißt es also erst einmal: The greatest Showman ist Hugh Jackman.

Kinostart: 4. Januar

 

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