Foto: Dominique Prokopy

Wie wichtig das Thema Klimaschutz ist, zeigen internationale Vereinbarungen wie das Kyoto-Protokoll oder das Übereinkommen von Paris. Doch Klimaschutz ist nicht nur im Großen umzusetzen, sondern beginnt bereits im Kleinen. Darum verleihen die Landeshauptstadt Potsdam, das EnergieForum Potsdam e. V., das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und die Stadtwerke Potsdam jährlich den Potsdamer Klimapreis. Damit sollen besonders nachhaltige und beispielhafte Projekte und Projektideen zum Klimaschutz geehrt werden. friedrich sprach mit Cordine Lippert, Bereichsleiterin Koordinierungsstelle Klimaschutz.

Frau Lippert, wie ist der Klimapreis entstanden?
Der Klimapreis, den wir dieses Jahr bereits zum 7. Mal ausloben, entstand seinerzeit im Rahmen des ›Integrierten Klimaschutzkonzeptes‹ der Stadt. Er und der dazugehörige Siegerpokal, der ›kleine König Zukunft‹, waren Teil einer Kampagne, um dieses Thema in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir sehen den Klimapreis als zentrales Element, um die Bürger der Stadt und vor allem die junge Generation zu aktivieren und sich mit dem Klimaschutz auseinanderzusetzen.

Was soll mit dem Klimapreis erreicht werden?
Unser Ziel ist es, das Thema Klimaschutz aus der ›Langweiler-Ecke‹ herauszuholen. Außerdem haben wir in den letzten sechs Jahren die Erfahrung gemacht, dass es unglaublich innovative, vielfältige Projektideen in der Stadt gibt, die es wert sind, herausgehoben und sichtbar gemacht zu werden. Ein Mittel dazu ist der Klimapreis, der von einer tollen Festveranstaltung begleitet wird.

Wer kann sich für den Klimapreis bewerben?
Er wird in den Kategorien ›Schulen‹ und ›Bürger‹ verliehen. Zur Letzteren zählen Einzelpersonen, Vereine oder auch Unternehmen. Bewerben kann man sich noch bis zum 28. März 2018. Die Bewerbungsunterlagen werden auf der Website www.potsdam.de/klima und auf der Netzwerkseite Klimapartner Potsdam www.klimapartner-potsdam.de veröffentlicht. Für Schulen ist in diesem Jahr wichtig, dass sie sich auf das Thema Müll fokussieren, wegen der aktuellen Kampagne der Stadt ›Sauberes Potsdam‹.

Der Einsatz für den Klimaschutz lohnt sich so oder so, und es warten tolle Preise …
Genau, es gibt je Kategorie drei gleichwertige Preise: ein Preisgeld von je 1000 Euro, eine Urkunde und eine Statue, der ›kleine König Zukunft‹. Auf deren Sockel steht der jeweilige Jahrgang und der Preisträger. Aber ›Verlierer‹ gibt es sowieso nicht, denn jedes Projekt, das sich bewirbt, bekommt einen schönen Imagefilm und leistet einen Beitrag zum Klimaschutz.

Wie ist diese Terrakottafigur, der ›kleine König Zukunft‹, entstanden?
Wir hatten 2010 eigens einen Kunstwettbewerb ausgelobt, gemeinsam mit dem Verband Bildender Künstler Brandenburg. Eine Fachjury wählte aus den eingereichten Bewerbungen diesen kleinen König aus. Er wurde von der Künstlerin Solveig Karen Bolduan entworfen. Der Pokal wird jedes Jahr für die Preisträger neu angefertigt, das sind also immer Unikate.

Gibt es jährlich gleich viele Bewerber für den Klimapreis?
Ja, die Zahl ist recht konstant. Es bewerben sich meist 12 bis 15 Schulen, vor allem welche, die sich auch schwerpunktmäßig mit dem Thema Ökologie beschäftigen. Aber wir arbeiten daran, noch mehr Schulen zu aktivieren, etwa durch verschiedene Kooperationen. Denn das Problem ist, dass das Thema oft kaum Teil des Lehrplanes ist, darum brauchen die Lehrer Unterstützung von außen. Bürgerprojekte haben wir meistens sechs bis sieben. Es gibt da sehr kreative Projekte, wir freuen uns auf zahlreiche Projektideen der Potsdamer Bürger und Schulen. Machen Sie mit!

Wo und wann findet die Preisverleihung statt?
In der Schiffbauergasse, in der Schinkelhalle. Jedes Jahr Anfang Juni ist der ›Tag der Umwelt‹, darum versuchen wir, die Preisverleihung immer in dieser Zeit zu veranstalten. Diesmal ist es der 14. Juni. Ein Höhepunkt wird eine Ausstellung mit dem Titel ›Arktis zum Anfassen‹ von Geertje Jacob sein, die auf die Folgen des Klimawandels hinweist.

Wer darf denn zur Preisverleihung kommen?
Zur Preisverleihung kann jeder kommen, das ist eine öffentliche Veranstaltung. Und uns ist es wichtig, dass das Thema Klimaschutz positiv besetzt ist. Deshalb gibt es diese Feier, zu der auch Künstler auftreten. In diesem Jahr ist das die Delta Q Vokalband. Die Preisverleihung soll Kindern und Erwachsenen gefallen. Das Thema soll einfach Spaß machen – das ist der Sinn der Sache!

Potsdamer Klimapreis
Bewerbungsfrist: 28. März
Preisverleihung: 14. Juni, 17 Uhr
Schinkelhalle Potsdam
www.potsdam/klima
www.klimapartner-potsdam.de

 

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