Wer glaubt, mit Ende der Adventszeit endlich auch zu viel Süßes hinter sich gelassen zu haben, der irrt sich höchstwahrscheinlich. Nicht nur der leckere Lebkuchen, auch sehr viele alltägliche Getränke, Backwaren oder Milchprodukte enthalten jede Menge zugesetzten Zucker. So wächst nicht nur der Hüftumfang mit deren Konsum – auch die Gefahr, an Krankheiten wie Diabetes zu erkranken. Diverse Statistiken zeigen auf, dass es durchschnittlich 30 bis 40 Kilogramm Zucker sind, die der Deutsche jährlich zu sich nimmt. Das ist laut Weltgesundheitsorganisation zu viel, sprich: schlicht ungesund.
Im Alltag darauf zu verzichten, um schlank und fit zu bleiben, ist also nicht einfach – aber möglich, wie Steffi Metz in ihrer Potsdamer Kochschule und mit ihren Feinkostprodukten vermitteln möchte. »Ich nutze die Lebensmittel in ihrer natürlichen Form«, sagt sie. Alles, was der Mensch an Energie benötigt, ist nach Metz’ Meinung in frischen Lebensmitteln enthalten. Und somit werden in ihren Kochkursen – die für Teams gebucht, aber auch als offene Events besucht werden können – ausschließlich unverarbeitetes Gemüse, Obst und hochwertiges Fleisch verwendet. Diese kommen vorzugsweise aus kleinen Manufakturen aus der Region. Eine weitere Grundlage sind bei Metz gesunde Fette: »Fett macht satt und nicht fett«, sagt sie. Hochwertige Öle etwa kommen deshalb beim Kochen ebenfalls zum Einsatz.
Die Motivation, das Kochen ohne Zucker zu lehren, kommt bei der 41-jährigen Köchin aus eigener Erfahrung. »Ich beschäftige mich seit Jahren mit Ernährung und trotzdem war mir vieles nicht bewusst«, erzählt sie. Seit einiger Zeit nun verzichtet sie selbst auf Zucker. »Ich konnte irgendwann besser schlafen, mich besser konzentrieren, mein Hautbild war klarer, ich fühlte mich insgesamt fitter«, so beschreibt sie ihr Wohlbefinden nach den ersten Wochen ohne den Dickmacher.
Süßes nicht zu vermissen, das empfindet Metz als »schönes Gefühl«, das sie deshalb auch anderen Menschen wünscht: »Mein Ziel ist es, an Schulen zu gehen und Kinder und Eltern aufzuklären.« Im Moment gebe es dafür aber keine Förderungen. Aufgeben will sie deshalb jedoch nicht, wie sie sagt. Und zeigt, bis sich diese Idee in die Tat umsetzen lässt, Kursteilnehmern in ihrer eigenen Schule, wie gesunder Genuss funktionieren kann.

Snickers-Dessert

2 gefrorene Bananen
1 Tl Erdnussmus
2 Tl Kokosöl
1 Tl Rohkakao
5-6 Erdnüsse

Banane mit der Schale rund 24 Stunden in den Froster legen. Schale entfernen. Dafür die Frucht kurz antauen lassen. Für das Dessert wird die Banane püriert und anschließend mit dem Erdnussmus spiralförmig verrührt. Danach Kokosöl erwärmen und mit dem Kakao vermengen. Das ergibt eine leckere Schokosauce, die auch noch gesund ist. Ich ersetze gern minderwertigen Zucker durch hochwertige Fette. Denn Fett macht satt und Zucker dick. Die Banane hat so viel Zucker, dass es für das ganze Dessert reicht. Jetzt muss nur noch die Schokosauce dekorativ verteilt werden. Ein paar rohe Erdnüsse zur Dekor. Fertig ist das Snickers-Dessert. Wer keine Bananen mag, kann auch Joghurt nehmen. Am besten den griechischen Vollfettjoghurt.

 

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