Wer hätte das gedacht? Ich auf jeden Fall nicht. Sowohl Iggy Pops letztes Solo-Album mit diesen für mich unnötigen Coverversionen als auch Josh Homme mit dem letzten, sehr unaufgeregten Queen Of The Stone Age-Album hatten eigentlich in meinen Augen ihren kreativen Zenit überschritten. Doch wie es manchmal kommt, belehren uns die Herren eines Besseren. Was als Erstes bei diesem Film ins Auge fällt, sind die grandiosen Bilder, mit denen nicht nur die Musiker aufgelichtet werden. Doch auch die Wüste rund um Herrn Hommes Studio beeindruckt. Ganz zu schweigen von den späteren abendlichen Aufnahmen der Städte wie Los Angeles oder Berlin. Aber ganz besonders ist es hier geglückt, den kreativen Entstehungsprozess des Albums einzufangen. Immer wieder kommen sowohl die unterschiedlichen Musiker, aber in der Hauptsache natürlich Josh und Iggy zu Wort. Es bleibt sogar hier und da die Zeit für einen kleinen Rückblick in Iggys Leben. Zwischen den Interviewpassagen und den vielfältigen Einblicken ins Studio werden immer mal wieder die dazu passenden Bilder der späteren Live-Konzertes eingeblendet. Was natürlich sehr stimmungsvoll ist. Besonders erwähnenswert ist die in den Interviews gefühlte Ehrlichkeit aller Mitwirkenden an dem Projekt. Spätestens, als während der Zeit der Proben Iggys Freund David Bowie stirbt, sollte jeder ergriffen sein.

 

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