Brad Sloan, ein Mann in den besten Jahren, fragt sich, wo er im Leben steht. Eigentlich führt er, der Leiter einer Non-Profit-Organisation, ein glückliches Leben mit Frau Melanie und Sohn Troy. Doch das Treffen mit früheren Weggefährten – darunter ein erfolgreicher Regisseur, ein Hedgefonds-Manager, ein Bestsellerautor und ein Unternehmer, stürzen Brad in eine tiefe Sinnkrise. Es zeigt sich wieder: Der Vergleich mit anderen kann neidisch machen, weil es immer Menschen gibt, denen es vermeintlich besser geht. Die früheren Kommilitonen von Brad zumindest scheinen materiell und persönlich wesentlich besser dazustehen als er. In den Sozialen Medien verfolgt er, was für ein ausschweifendes Luxusleben sie alle führen. Und nicht zur Geburtstagsfeier des früheren Collegebuddies eingeladen zu werden, ist nur eine von vielen Demütigungen, die Brad empfindet.
Komiker Ben Stiller läuft in ›Im Zweifel glücklich‹ als von der Midlife-Crisis geplagter Familienvater zu Hochform im »ernsten Fach« auf. Obwohl seine Figur allmählich begreift, dass hinter der Fassade des jeweiligen Gegenübers nicht immer alles so rosig ist, wie es nach außen hin scheint, gibt es für sie kein absolutes Happy-End. Brad wird nur »ein bisschen zufriedener«. Allein dieser Mut zur Nicht-Auflösung der Lebenszweifel des Protagonisten zeichnen ›Im Zweifel glücklich‹ als überdurchschnittliches Werk zwischen Independent- und Big-Boxoffice-Film aus.

Kinostart: 29. März

 

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