Häusergiebel im Holländischen Viertel, Potsdam (undatiert ca. 1934–1936)

2018 feiert die Landeshauptstadt Potsdam ihren 1025. Geburtstag. Die Stadt erinnert an die Zeit seit dem politischen Umbruch 1989/1990, die sich auch im Stadtbild niederschlug. 1990 votierten die Stadtverordneten für die Wiederannäherung an das historische Potsdam. Für dieses Vorhaben bildeten Fotografien von Max Baur wichtige visuelle Vorlagen. Max Baur (1898–1988) gilt als der Potsdam-Fotograf schlechthin. Seine Fotografien – von Stadtschloss bis Sanssouci – die vorwiegend in den 1930er- und 1940er-Jahren entstanden, sind inzwischen zu Klassikern historischer Stadtansichten geworden. Die Sonderausstellung ›Potsdam, ein Paradies für meine Kamera‹ im Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte würdigt vom 13. April bis 26. August das Leben und Werk dieses Fotografen. Immer wieder durchstreifte Baur die Stadt und Parkanlagen. Gezielt setzte er Licht und Wolkengebilde, aber auch Baum- und Strauchwerk als Staffageelemente ein, um seiner Bildidee Ausdruck zu verleihen. In seinen Fotografien architektonischer Details fokussierte er gern rhythmische Bildelemente. Das Motiv der aufgereihten Giebel im Holländischen Viertel, deren Gleichförmigkeit er durch seine Bildkomposition betonte, findet sich mehrmals in seinem Bildrepertoire, das von seiner romantischen Bildidee zeugt.
Wer sich für das Holländische Viertel interessiert, dem sei auch die Fotoausstellung ›Ein Viertel Holland Bitte!‹ vom 6. bis 27. April in der Wilhelmgalerie ans Herz gelegt. Noch vor 25 Jahren waren viele Eigentumsverhältnisse im Viertel ungeklärt, die Bausubstanz vieler Häuser war marode, es gab Hausbesetzungen. Die Ausstellung zeigt, wie durch die Sanierung die bauliche Substanz gerettet und das Quartier wiederbelebt werden konnte.
Gefeiert und getanzt wird zum Apfelblütenfest, das vom 27. bis 30. April 2018 im Museumgarten der Russischen Kolonie Alexandrowka Premiere hat. Bei russischer Musik können Apfelwein und Apfelsaft verkostet sowie auf dem kleinen Markt Apfelbäumchen und russische Produkte erworben werden. Bei pomologischen Führungen ist viel über die alten Obstsorten in der Kolonie zu erfahren. Ein Geheimtipp sind auch die Führungen durch die Russische Kolonie mit Andreas Kalesse, dem ehemaligen Leiter der Denkmalschutzbehörde Potsdams. Weitere Führungen im Rahmen der Jahreskampagne werden im April in der Potsdamer Mitte und im neuen Stadtquartier Krampnitz angeboten.

 

Veranstaltungstipps April 2018

1. April | 2. April | 15. April | 29. April
Führung: ›Entwicklungsbereich Krampnitz – Neues Stadtquartier im Potsdamer Norden‹
Tickets: reservix.de

6. bis 27. April
Fotoausstellung:
Ein Viertel Holland Bitte!
Ort: Wilhelmgalerie

13. April bis 26. August
Fotoausstellung: Potsdam, ein Paradies für meine Kamera | Max Baur. Fotografien
Ort: Potsdam Museum

21. April
Stadtteilführung: ›Ein Hoch auf Potsdam!‹ – Führung durch die Potsdamer Mitte
Tickets: reservix.de

27. bis 30. April
Apfelblütenfest
Alexandrowka
Ort: Museumsgarten
Alexandrowka

Änderungen vorbehalten

Weitere Informationen unter www.potsdam.de/1025jahre

 

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