Ehrlich gesagt, kannte ich bis zum Klick auf den Promo-Download-Link einer verheißungsvollen Promo-Mail die Berliner Band Vizediktator noch gar nicht. Und das, obwohl die gesammelte Musikpresse bereits seit Wochen diesem Debüt-Album entgegenfieberte. Ohne das dazugehörige Promo-Schreiben zu studieren, war mein erster Gedanke dann auch noch: Hä – eine neues ›Milliarden‹-Album unter anderem Namen?! Aber weit gefehlt – nein, dies ist eine vollkommen andere Band! Auch wenn ich das immer noch nicht glauben kann, zumal die Jungs auch noch im Track ›Halleluja‹ irgendwas mit Milliarden singen. Und wo wir schon mal bei Querverweisen sind, so direkt und doch genial Ton Steine Scherben zu zitieren wie in ›Schall & Rauch‹, das muss man erst mal fertigbringen. Aber trotzdem, oder gerade deshalb funktionieren Vizediktator so gut. Fragend und zweifelnde Texte die trotzdem Mut machen, die voller Melancholie sind und doch zu einem Aufbruch zu neuen Ufern motivieren. Oder wohin auch immer. Jedenfalls ist hier jeglicher Hype der Kollegenschaft gerechtfertigt. Und trotzdem komme ich nicht darüber hinweg, dass hier nicht Ben Hartmann, der Sänger von ›Milliarden‹, am Mikrofon steht.

 

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