Foto: Francis Hesse

Der Frühling kommt und lässt nicht nur die Stadt erblühen: Auch im Sony Center sprießen beim 12. Herzgrün Musikfestival vom 6. bis 8. April sämtliche Frühblüher zu energiegeladenen Beats. Neun junge Bands rocken in 16 Konzerten das eigens für das Festival aufgebaute transparente Konzerthaus und animieren zum Mitsingen und Mitgrooven. Die Konzerte beginnen an den drei Festivaltagen jeweils zur vollen Stunde und dauern über 40 Minuten. So lässt sich mit guter Musik – einem Mix aus Indie, Pop, Folk, Swing, Soul und Rock ‘n‘ Roll – entspannt in den Frühling eintauchen.
Seine intime Atmosphäre macht das Herzgrün zu einem exklusiven Festival, das bei seinen treuen Besuchern längst Kultstatus erreicht hat. In diesem Jahr sind unter anderem Varley, das irisch-deutsche Trio um Singer-Songwriterin Claire-Ann Varley, zu Gast. Die Musiker haben sich in Berlin kennengelernt und begeistern mit warmen Akustik-Gitarren und sanften Synthesizer-Sounds. Liebhaber deutscher Lyrics kommen mit dem gefühlvollen Pop von Jante auf ihre Kosten. Berührende Klangwelten zum Sich-Fallenlassen sind hier gepaart mit energiegeladenen Songs. Einen Schuss Rotzigkeit mit intensivem Soul und »ordentlichem Arschtritt-Groove« bringen Cary auf die Bühne. Ihre deutschen Texte sind schnoddrig, glaubwürdig und intensiv. Die Musik von Moonmind ist eine Reise zum Mond und zurück. Die Band kommt ganz ohne Kitsch aus und widmet sich intensiv Indie, Folk und experimentalen Pop-Klängen. Dem haftet durch die warme Stimme von Susann Grossmann eine geheimnisvolle Melancholie an, die aber jede komplexe Harmonie immer wieder auf den Boden der Tatsachen holt. Die Themen des Liedermachers, Anarcho-Romantikers und Geschichtenerzählers Lutz Rode werden vom Leben selbst bestimmt und musikalisch vom Charme deutscher Interpreten der 1970er- und 80er-Jahre mit Pop-Einschlag flankiert. Der Musiker findet eine ganz eigene Form des Indie-Chanson-Pop. Großstadt-Tristesse und rauchige Stimme sind inklusive. Rockabilly, Folk, Sechziger Beat und Glam Rock der Siebziger inspirierten das Duo The Dead Lovers, die ihr Publikum zu einem Kurztrip durch die Jahrzehnte entführen. Die Max Demian Band tritt im klassischen Sixties-Stil vor ihre Zuschauer und verbreitet den Glanz und die Songs der Soul-, Funk- und Rockära in einem zeitgemäßen und modernen Gewand.
Am Sonntag präsentiert das Herzgrün Festival Konzerte für die ganze Familie. Die sympathische Pia-Nino Band aus Köln etwa macht »Kindermusik zum Mitrocken«.
Die Herzgrün-Konzerte finden am Freitag von 18 bis 21 Uhr, Samstag von 16 bis 21 Uhr und Sonntag von 14 bis 19 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung unter www.herzgruen.de wird empfohlen.

www.herzgruen.de

 

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