Als Charlotte Adom zum ersten Mal den Campus der UniAdwoa Badoeersität in Kumasi betritt, ist sie voller Euphorie und Tatendrang. Sie hat sich für Sozial- und Politikwissenschaften eingeschrieben und freut sich auf das Studentenleben, weit entfernt von ihrem Elternhaus in Accra. Die 18-Jährige genießt ihre Freiheiten, ist selbstbewusst, intelligent und attraktiv. In der lebendigen, familiären Atmosphäre im Internat fühlt sie sich bald wohl. Es wird zusammen gekocht, gefeiert und gelernt. Doch der Fahrstuhl funktioniert nicht und es gibt kein fließend Wasser. Hier spielt die Autorin auf die Versorgungslücken durch die Misswirtschaft vorheriger Regierungen an. Die Protagonistin beginnt sich stärker für Politik zu interessieren und lernt den sehr überzeugenden Professor Amten kennen. In den lebhaften Diskussionsrunden folgen viele seiner Linie, doch Charlotte zweifelt. Während der aufkommenden sozialistischen Militärdiktatur unter J.J. Rawlings 1982 spitzt sich die Lage zu. Charlotte schließt sich der landesweiten Studentenbewegung an und verliebt sich in ihren Kommilitonen Banahene. Sie ist glücklich, aber auch in Gefahr. »Aluta« steht für friedlichen Protest. Die Autorin schrieb mit ihrem Werk eine Ode an die engagierten Studenten Ghanas, voller Ideale und Potenzial, und zeigt, wie diese zerstört werden, durch die Gewalt und Willkür des Militärs. Ein aufrüttelnder Roman.

 

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