Mit Mahlstrom steht hier endlich mal wieder eine neue deutschsprachige PostHardcoreEmo-Band im Rampenlicht! Nachdem das superfeine Liebhaberlabel ›Through Love Records‹ mit FJØRT und LIRR bereits zwei neue beeindruckende Bands aus ähnlichen Gefilden entdeckt hat, schicken sie nun die vier Jungs von Mahlstrom, allesamt aus der Nähe von Stuttgart stammend, in den Ring um die PostHardcoreEmo-Krone. Und ich finde es nach wie vor großartig, dass nach den langen Jahren der Stille endlich und immer mehr deutsche Bands sich auch in diesem Genre an ihre Heimatsprache trauen. Es ist eben eine höchst emotionale und intensive Musikrichtung, die man nur lieben oder hassen kann. Und da kann einem die Muttersprache tatsächlich manchmal noch das gewisse Quäntchen mehr an Intensität verleihen. Voraussetzung ist natürlich, dass man so wie Mahlstrom auch was zu sagen hat. Und das auch in vernünftige Songs packen kann. In den zehn griffigen Stücken der Platte sinnieren die Jungs über Politik, Selbstreflexion, ehrliche Emotionen und gesellschaftliche Verantwortung. Sie können ihren Hang zum Pathos aber auf dem Boden der Tatsachen halten.

 

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