Gefühlt ist es noch gar nicht so lange her, dass ich das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit von Aydo Abay (Gesang, Blackmail/Ken) und Jonas Pfetzing (Gitarre, Juli) hier in den höchsten Tönen gelobhudelt habe. Obwohl die beiden Bands der Herren, Blackmail und Juli, oberflächlich betrachtet so gar nicht zueinander passen, macht diese Zusammenarbeit im Ergebnis doch mehr als nur Sinn. Musikalisch scheinen sich beide Herren sehr gut zu ergänzen. Aydo Abays charaktervolle Stimme macht schon für sich alleine aus jedem Song ein Erlebnis. Ich liebe diese kraftvolle Melancholie in seiner Stimme. Das ist ganz große klasse. Jonas Pfetzing, seines Zeichens der Gitarrist und vor allem Musiker, schreibt und arrangiert hier Songs, die nahezu perfekt mit dem Gesang von Aydo harmonieren. Den Erstling von 2016 bastelten beide noch komplett allein zusammen. Bei ›Love And Distortion‹ werkelten noch, die damals eigentlich nur für die Tour gebucht und jetzt auch fest zur Band gehörend, Basser und Schlagzeuger mit. Das hört man tatsächlich auch. Der klangliche Kosmos der Band ist nochmals weiter und ausgefeilter geworden. Es ist tief emotionale Musik entstanden, die zudem sehr vielschichtig im Sound und der Instrumentierung ist – was vielleicht auch ein wenig an Produzenten-Legende Olaf O.P.A.L. liegen mag. Aber soweit muss man erst mal kommen. Hört euch die Songs auf jeden Fall laut und über Kopfhörer an. Es ist ein Erlebnis!

 

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