Es ist buchstäblich »ein weites Feld«, wenn das Hans Otto Theater am 8. Juni seine Inszenierung von ›Effi Briest‹ unter freiem Himmel präsentiert. Theodor Fontane schrieb seinen Roman, in dem er den Vater der Hauptfigur obige Worte sagen lässt, 1894/95. Seither lebt die Figur der Effi Briest ihr eigenes Leben und lässt sich von jeder Generation immer wieder aufs Neue hinterfragen. Effi, Tochter aus gutem Hause, ist ein glückliches Kind. Mit 17 Jahren wird sie von ihren Eltern mit einem karrierebewussten Beamten, dem Landrat Instetten, verheiratet. Er, fast dreimal so alt wie sie, verpflanzt Effi aus dem ländlich-idyllischen Brandenburg an die karge Ostseeküste. Dort ist es kühl, an Land, in Gesellschaft und in jeder anderen Hinsicht. Effi war es anders gewohnt, jetzt ist sie einsam und isoliert. Die beschränkte Honoratioren- und Damenrunde im Landkreis hält Abstand von der jungen Frau mit ihren Berliner Sitten. Der auf Format bedachte Instetten verabreicht ihr erzieherische Maßnahmen statt Zuneigung. Die Verschiedenheit ihrer Lebensansprüche entfremdet die beiden. Während er ausgedehnte Dienstreisen macht, flieht sie in eine Affäre mit dem rücksichtslosen Offizier Crampas. Wie eine Rettung kommt ihr die lang ersehnte Versetzung ihres Gatten nach Berlin vor. Doch ihr Fehltritt hat ein Nachspiel. Die Vorstellung beginnt um 21 Uhr. Einlass ist ab 20 Uhr.

Theaterpremiere ›Effi Briest‹
8. Juni, 21 Uhr, Hans Otto Theater
www.hansottotheater.de

 

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