Nachdem ich mich jahrelang in die düstersten »Schweden-Krimis« geworfen habe, mich quasi immer in der Dunkelheit befand, bin ich ganz froh, dass sich seit geraumer Zeit auch hin und wieder (und immer öfter) nicht ganz so schwere Krimis in meinem Bücherschrank einfinden. Warum das dann jetzt hauptsächlich deutschsprachige Autoren sind, ist mir zwar ein Rätsel, finde ich aber grundsätzlich sehr toll. Mit ›Bullenbrüder – Tote haben kalte Füße‹ ist jetzt sogar schon der zweite Band der Zusammenarbeit von Hans Rath und Edgar Rai erschienen. Und auch für den ersten Band fand ich hier sehr warme Worte, sodass die Erwartungshaltung an ›Bullenbrüder‹ natürlich recht groß war. Doch zu meinem Glück haben sich die Herren an den Tugenden des ersten Bandes gehalten und wieder ein wirklich spannendes und auch lustiges Buch geschrieben. Einziges Manko ist, dass es gerne auch etwas dicker hätte sein dürfen. Aber das nur am Rande.
Auch im vorliegenden Band geht es natürlich um das ungleiche Brüderpaar Holger und Charlie Brinks. Holger Brinks ist Kriminalkommissar und Charlie eher so was wie ein Privatschnüffler. Beide haben eher zufällig und aus unterschiedlichen Blickwinkeln mit einem Vermisstenfall zu tun: Victoria Sommer, eine der drei Gründerinnen der ›Smooth Sisters‹, ein Smoothie-Startup kurz vor dem Durchbruch, ist verschwunden. Und so entspannt sich eine Geschichte voll Komik, Absurdem und Menschlichem, voll mit Dialogwitz und liebenswerten Charakteren.

 

Kommentare sind geschlossen.