»Licht an!« heißt das Motto der Stadt für eine Nacht 2018 vom 30. Juni bis 1. Juli im Kunst- und Kulturquartier Schiffbauergasse. Zum neunten Mal findet das beliebte Festival inzwischen statt, und auch in diesem Jahr dürfen sich die Besucher auf eine Menge Highlights freuen. Für die »Bewohner«, die für 24 Stunden einziehen, wird es ebenfalls wieder ein besonderes Erlebnis sein, wenn sie ihre Gäste auf verschiedene Art an ihrem temporären Leben teilhaben lassen, ob verspielt, experimentell, in der Begegnung oder beim Staunen. Licht begleitet uns immer und überall im Alltag, ob künstlich erzeugt oder naturbelassen, es ist die Voraussetzung für das Leben von Mensch, Pflanze und Tier. In Kunst, Kultur und Natur beeinflusst das Licht in unterschiedlicher Weise. Es zeigt sich als spektakuläres Phänomen in Sonnenuntergängen, Nordlichtern, Regenbögen oder Schatten. Und um um dieses Thema in die Stadt für eine Nacht einzubringen, haben sich kreative Köpfe aus Potsdam und Brandenburg Gedanken gemacht, was man mit dem Leitspruch »Licht an!« alles anregen kann. Ein großes Thema sind günstige und nachhaltige Lichtquellen, aber auch der Blick auf Licht in Kunst, Kultur, Wissenschaft und Architektur stehen im Fokus der Veranstaltung. Die poetische und mystische Bedeutung sowie das Lichtspiel in Freizeit und Vergnügen sind 24 Stunden lang Programm. Reiner Gottemeier wird mit seinen »lichten Horizonten« dem poetischen Konzept der Entdeckung von Neuland in der Potsdamer Kulturlandschaft in zarter und stiller Weise vorausgehen. Die schwimmende Installation auf dem Tiefen See knüpft thematisch weiter am Gewebe der Entfaltung des Potsdamer Stiefels an. Formen der buchtenreichen Seenkette der Havel und dem Schwielowsee gehen in der Schiffbauergasse als weiße Modellinseln vor Anker. Außerdem sind Hunderte weißer Kugelfender unterschiedlicher Größe in sechs Inselformationen verbunden. Mit der Dämmerung verwandelt sich die Szenerie in ein rhythmisiertes Bild – wie ein visuelles Konzert auf nächtlich dunklem Strom. Ein weiter Augenschmaus ist das interaktive »L’Aveuglement« (Blinding), bei dem sich Stimme in Licht verwandeln kann. Choreografin Mylène Benoit zeigt ihr Stück am Samstag um 19 Uhr in der fabrik als Deutschlandpremiere. Die imaginäre Stadt öffnet am 30. Juni um 14 Uhr für exakt 24 Stunden die Pforten. Die drei besten Teilnehmer werden mit einem Geldpreisen von 500 bis 1000 Euro prämiert. Alle Infos und das komplette Programm zu den umfangreichen Präsentationen und Workshops sind auf der Homepage zu finden.

›Stadt für eine Nacht‹
30. Juni bis 1. Juli, Schiffbauergasse
www.facebook.com/stadtfuereinenacht

 

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