Hach Gott – Liebesgeschichten. Das kann nur schief gehen oder aber genial sein! Michel Birbæk ist dem einen oder anderen sicher als Gagschreiber von Harald Schmidt und Stefan Raab oder als Drehbuchautor von Serien wie Danni Lowinski bekannt – oder auch nur als Autor seiner fünf bisherigen Romane. Jedenfalls nimmt er sich jetzt in ›Das schönste Mädchen der Welt‹ einer Geschichte zwischen Musik und Liebe, zwischen dem Leben und dem Schicksal an. Was sich nach Bombast und einer unlösbaren Aufgabe anhört, meistert Michel Birbæk aber nicht nur souverän, er hat wirklich ein Händchen für Wortwitz, Komik und große Geschichten.
Aber nun zum Inhalt. Der Mittvierziger Leo Palmer, Ex-Musiker und auch ein bisschen Womanizer, vertreibt sich seine Zeit mit Tinder-Dates und hängt in eben einem solchen unglücklicherweise fest. Zumal am Nebentisch die Traumfrau schlechthin zu sitzen scheint. Nach einigen Wirrungen und Zufällen begegnen sich beide wieder, doch bevor da noch mehr entstehen kann, stirbt Leos langjähriges Idol Prince. Das bringt eine ganze Reihe unvorhergesehener Ereignisse ins Laufen. Angefangen von der Zusammenkunft mit seiner alten Band, seiner großen Liebe aus vergangenen Tagen (an deren Ende er immer noch in unterschiedlichster Form laboriert) bis dahin, dass er sich so langsam den Geistern seiner Vergangenheit stellen muss. Eine wirklich schöne Geschichte mit Humor und vielen Wendungen. Toll.

 

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