Foto: Kai Bienert

Wie in jedem Jahr begrüßt Berlin am 21. Juni den Sommer mit der Fête de la Musique. Diese Tradition wird in der Hauptstadt seit nunmehr 20 Jahren gepflegt. Gemeinsam mit 50 anderen Städten in der Welt begeht Berlin an 100 Orten die Sommersonnenwende.
Die Ursprünge der Fête liegen im Mutterland Frankreich, wo man bereits seit 36 Jahren musikalisch in den Sommer schwoft. 1982 war Jack Lang, damals französischer Kultusminister, von einer Studie begeistert, die belegte, dass viele Franzosen Amateur- oder Profi-Musiker seien. Am 21. Juni 1982 rief er darum alle Musiker von Paris dazu auf, für dreißig Minuten aus ihren Häusern zu kommen und auf der Straße Musik zu machen.
Alle Bezirke in Berlin sind an der großen Veranstaltung beteiligt. Auch in diesem Jahr erklären Musik-Enthusiasten Decken, Bänke, Schiffe, Spätis oder Kitas zu Bühnen, um gemeinsam und friedlich miteinander zu feiern. 2018 wird Lichtenberg in den Fokus der Fête gerückt. Ziel ist es sichtbar zu machen, dass Berlin auch außerhalb der wohlbekannten Szenebezirke eine umfangreiche musikalische Kultur, unentdeckte Orte und erstaunliche Initiativen bietet. So werden auf der Fête erstmals Veranstaltungsorte in Lichtenberg gezeigt, eröffnet wird das Fest im Theater an der Parkaue. Die Eröffnung wird von 18 bis 23 Uhr mit Livekonzerten von Adam Wendler oder dem Orchesterprojekt ›Bridges – Musik verbindet‹ zelebriert.
Die Fête de la Musique reicht vom musikalischen Parcours durch die Kleingartenanlagen an der Bornholmer Brücke, Chorkonzerten im Nikolaiviertel bis hin zu Klanginstallationen vor dem Science Center Spectrum. 16 Veranstaltungen sind speziell für Kinder. Sie können dort zuhören, mitsingen, tanzen und Instrumente ausprobieren. Es empfiehlt sich, mit dem Rad durch Berlin zu fahren, um in der Kulisse von Parkanlagen Chöre oder einzelne Singer-Songwriter aus der ganzen Welt zu erleben. Ob Laie oder Profi, an diesem Tag darf jeder ans Mikrofon, um sich zu präsentieren oder das Publikum zum Mitsingen zu animieren. Wie ein rotes Band ziehen sich die musikalischen Ballungszentren in kurzen Wegen durch die Stadt. Auch in diesem Jahr lohnt es sich wieder, in der Revaler Straße in Friedrichshain, der Neuköllner Karl-Marx-Straße sowie in der Friedrichstraße, Unter den Linden und am Rosa-Luxemburg-Platz Station zu machen. Der Berliner Dom öffnet eigens für das Fest ebenfalls seine Pforten. Der Festsaal Garten am Flutgraben, ›Musik & Frieden‹, die Wabe oder Burg Schnabel sind weitere beliebte Bühnen. Das Tagesprogramm beginnt ab 16 Uhr. Ab 22 Uhr startet das Nachtprogramm, das ausschließlich in den Locations stattfindet. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Fête de la Musique; 21. Juni; www.fetedelamusique.de

 

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