Bevor Loredana Nemes sich der Fotografie widmete, studierte die Künstlerin mit romänischen Wurzeln Mathematik und Germanistik. Nachdem sie sich für einen radikalen Neuanfang entschieden hatte, wurden Cartier-Bresson, Friedlander, Sugimoto und Frauke Eigen zu wichtigen Leitfiguren der Autodidaktin. Die Ausstellung präsentiert sechs Fotozyklen aus Nemes‘ letzten zehn Schaffensjahren, drei davon wurden gerade erst abgeschlossen und sind damit zum ersten Mal in der Berlinischen Galerie zu erleben. ›beyond‹ (2008–10) zeigt türkische und arabische Männerwelten, ›Blütezeit‹ (2012) ein Porträtexperiment mit Jugendlichen, ›Der Auftritt‹ (2014) Karneval, Masken und Modelle oder ›23197‹ (2017–18) Permutationen der Angst. Die Ausstellung umfasst etwa 120 fotografische und poetische Werke.

Berlinische Galerie
Mi–Mo 10–18 Uhr
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin

 

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