Beim Bayerischen Rundfunk hatte man ihn einfach machen lassen. Beispielsweise 1974 die Vorabendserie ›Münchner Geschichten‹ mit der Theater-Legende Therese Giehse und dem unvergesslichen Hans Brenner oder ab 1979 den Zwölfteiler ›Der ganz normale Wahnsinn‹, wo es um den Leserbriefredakteur Glanz ging. Viele Bonmots aus Dietls Serien wie ›Logisch!‹ oder ›A bissl was geht immer‹ sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Seine eigenwillige Melange aus schriller Posse und Melancholie erprobte der 2015 verstorbene Helmut Dietl mit Filmen wie ›Rossini – Oder die mörderische Frage, wer mit wem schlief‹ (D 1997) oder ›Vom Suchen und Finden der Liebe‹ (D 2005) auch auf der großen Leinwand. Eine Sonderschau erinnert an Helmut Dietl als einzigartigen Autor und Regisseur für Film und Fernsehen. Bis 30. September.

Deutsche Kinemathek
Di, Mi, Fr–So 10–18 Uhr, Do 10–20 Uhr
Potsdamer Straße 2
10785 Berlin

 

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