›Destination Wedding‹ ist nach ›Dracula‹ (1992) und ›Der dunkle Schirm‹ (2006) die dritte Zusammenarbeit zwischen Winona Ryder und Keanu Reeves. Die Chemie zwischen beiden Akteuren, die es für eine romantische Komödie braucht, hat sich also bewährt.
Frank (Reeves) und Lindsay (Ryder) sind als Hochzeitsgäste in die südkalifornischen Weinberge eingeladen. Beide haben vieles gemeinsam: Sie hassen die Braut, den Bräutigam und – wie schnell klar wird – den jeweils anderen. Gegenseitige Abneigung, die erst in Zuneigung, dann in Liebe umschlägt – das war schon Hauptrezept der romantischen Screwballkomödien der 30er- und 40er-Jahre. Nun ist zwar Keanu Reeves kein Cary Grant und Winona Ryder keine Katharine Hepburn, aber sie kommen diesen schon recht nahe. Dementsprechend konzentriert sich das Geschehen ganz auf seine zwei Hauptdarsteller, das man ausschließlich durch deren Augen sieht.
Regisseur Victor Levin erzählt seine Lovestory in fließenden Bildern, mit konzentrierten Schauspielern und stimmigem Soundtrack. Winona Ryder glaubt man alles, und Keanu Reeves ist als um ihre Gunst buhlender Verehrer sehr sympathisch. Aber leider man hat ihnen statt einer packenden Geschichte nur Bruchstücke einer Handlung gegeben. Dennoch muss man ›Destination Wedding‹ wegen des charmanten Untertons, einer der lustigsten Sexszenen der letzten Zeit und der Botschaft am Ende mögen. Denn welche Message ist schöner als diese: Die Liebe besiegt alles.

Kinostart: 2. August

 

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