Mariétou Mbaye ist der eigentliche Name der senegalesischen Schriftstellerin mit dem selbst gewählten Pseudonym aus dem Wolof, das soviel bedeutet wie »niemand will sie«. Ihre Werke tragen autobiografische Züge und dienten phasenweise der Selbsttherapie. So auch die aktuelle deutsche Übersetzung...   [ weiterlesen ]

Es gibt diese Verkehrsknotenpunkte in jeder Stadt, an denen alle Linien zusammenlaufen, mit Einsteige- und Umsteigemöglichkeiten. Wo die Bahn aus dem sozialen Brennpunkt kommend mit dem Bus aus dem reichen Vorort zusammentrifft. Diesen Knotenpunkt gibt es auch in den meisten Familien. In Paula Fürstenbergs...   [ weiterlesen ]

Wer mit der Friedensfahrt, Olaf Ludwig, später dann Tour de France und Jan Ullrich groß geworden ist, der kennt natürlich Jens Voigt. Er, der der eigentlich letzte und einzige Halt in der nachfolgenden, durch öffentliche Dopingskandale verseuchten Radsportzeit ist, war quasi das gute Gewissen...   [ weiterlesen ]

Die Autorin, im ehemaligen Rhodesien (Simbabwe) geboren, arbeitet als Journalistin und Juristin in Genf. Nach einem preisgekrönten Erzählband erschien nun ihr erster Roman. Die Erzählung führt uns in die Todeszelle der berüchtigten Strafvollzugsanstalt Chikurubi in Harare. Dort treffen wir auf...   [ weiterlesen ]

Der kongolesische Autor kann durchaus als Free-Jazzer der Literatur bezeichnet werden. Zu Recht fällt im Zusammenhang mit seinem Debütroman der Name des legendären Musikers John Coltrane. Sein Text ist bedeutungsgeladen bis ins Detail, seine Schreibweise bewegt sich links und rechts von der Linie...   [ weiterlesen ]

Wenn sich das Leben in die späte Phase begibt, kristallisieren sich die entscheidenden Wendepunkte heraus. Da sind Entscheidungen, die getroffen wurden, und Schicksalsschläge, die uns widerfahren sind. Julius Reither glaubt, die turbulente Zeit seines Lebens hinter sich gelassen zu haben und sich...   [ weiterlesen ]

Nadifa Mohamed wurde 1981 im heutigen Somaliland geboren, studierte und lebt heute in London. Ihr zweiter Roman spielt zu Beginn des Bürgerkrieges ’89 in Somalia. Zu der Zeit herrschte in dem Land bereits seit 30 Jahren eine sozialistische Diktatur unter Siad Barre. Den Auftakt der Erzählung...   [ weiterlesen ]

Die britisch-sudanesische Schriftstellerin Leila Aboulela lädt in ihren Werken dazu ein, die Welt des Islam zu entdecken. Dabei stehen die Menschen im Mittelpunkt, Reisende zwischen den Kulturen, die sich immer wieder neu behaupten und definieren müssen. Ihr aktueller Roman liegt bisher nur als...   [ weiterlesen ]

Dass Ruinen einen ganz eigenen Reiz auf den Betrachter ausüben, ist unbestritten. Jüngst erschien ein Bildband, der dies auf beeindruckende Weise bestätigt: ›Der Untergang des Potsdamer Stadtschlosses‹ enthält zahlreiche Fotografien des Potsdamer Ingenieurs und Statikers Herbert Posmyk. Er...   [ weiterlesen ]

Selten ist ein Buch so ergreifend wie ›Der Sinn des Lesens‹ von Pieter Steinz. 2013 wird bei dem niederländischen Journalisten die unheilbare Nervenkrankheit ALS diagnostiziert. Kurz darauf beginnt er, parallel zum stetigen Verfall seines Körpers, ebenso pointierte wie in ihrem sachlich beschreibenden...   [ weiterlesen ]